97980 Bad Mergentheim, Solymar

Ausreichend kostenfreie Parkplätze.  Wer von auswärts kommt, wird zunächst auf den Parkplatz P2 geleitet. Von dort ist es (mit Tasche) ein recht beschwerlicher Aufstieg zur Therme am Hang. Es geht über eine Eisenbahnbrücke und noch weiter hinauf. Die Tasche zu rollen ist nicht immer gegeben.

 

Mutige fahren gleich bis fast ans Haus und parken auf P1. Dort muss bezahlt werden. Der Preis wird aber von der Therme vom Ticketpreis abgezogen. Auch von dort ist es ein kleines Stück den Berg hinauf.

 

Wem die Gepäckschlepperei zu arg ist, der fährt direkt ans Haus und lädt Mitreisende nebst Gepäck ab und parkt dann.

9.00 - 22.00 Uhr, Freitag und Samstag    09.00 - 23.00 Uhr – perfekt!

 

Die Tageskarte kostete am 08.02.2019 27,50 €. Bezahlt wird erst am Ende. Der Gast ist flexibel und entscheidet durch seine Abreisezeit, was er am Ende des Tages bezahlt. Hier waren es konkret für 8 Stunden und 9 Minuten dann 25 €. Montag bis Freitag: 2,50 € Rabatt - Schönsprech für Aufpreis am Wochenende.

Mit dem superleichten Chipband geht`s durch Drehkreuz. Zu sehen waren Sammelumkleiden für Herren, Frauen und Familien. Kabinen waren nicht zu entdecken. Die Schränke sind leider viel zu klein. Eine normal kurze Jacke liegt unten auf dem Schrankboden auf. Ein Schrankbrett gibt’s gar nicht. Viele Stellen ihre Schuhe unter den Schrank – mit entsprechendem Risiko des Verlustes.

 

Auf dem Weg vom Umkleidebereich zu den Saunen ist 3 x ein Drehkreuz zu passieren. Diese Lästigkeit erschließt sich dem Gast an 2 dieser Hürden nicht. Ärgerlich ist es, weil Taschen immer über das Kreuz gehoben werden müssen.

 

Zu guter Letzt muss dann auch noch eine ewig lange Treppe überwunden werden, an der zwar ein Treppenlift angebracht, der aber für den normalen Gast nicht gedacht ist. Hier wäre ein Lift wirklich angebracht. Ein klarer architektonischer Fehler beim Bau der Anlage am Berg.

Innen: 2 Finnische Saunen (Klangsauna und Taubertalsauna), Dampfbad, Biosauna

 

Außen: Salzsauna und Panoramasauna

 

 

Alle Saunen sind in einem guten Zustand. Am Ofen der Panoramasauna hat sich ein Riemchen gelöst. Es zu ersetzen wäre der Mühe wert gewesen, da es direkt im Sichtfeld der Gäste liegt. Dass die Saunabänke hier schon älter und deutlich abgenutzter sind, ist dagegen völlig in Ordnung. Nicht in Ordnung ist, wenn Saunabänke nicht auf allen Vieren stehen und beim Be- und Absteigen Poltergeräusche von sich geben.

 

In der Klangsauna könnte es einen Tick heller sein.

Hier überzeugt ein in jeder Hinsicht starkes Aufgussteam. Keiner schont sich; der randvolle Eimer wird immer total geleert.

 

Den Gästen wird erlaubt jederzeit die Kabine zu verlassen. Mehr Mut wäre im Sinne der verbleibenden Gäste angezeigt: Das Verlassen nach dem Ende der jeweiligen Runde sollte genügen. Rücksicht und Saunaerfahrung kann nicht bei jedem Gast vorausgesetzt werden.

Auch hier ist den Gästen gänzlich unbekannt, dass Klatschen nach dem Aufguss völlig out ist:

Lob I: Apfelstückchen werden nach dem Aufguss mit der Zange in die Hand gegeben.

 

Lob II: Für den Körper eine Wonne wird ausreichend warmer Tee nach dem Aufguss gereicht.

Der Salzaufguss wird richtig durchgeführt; leider mit Trockensalz; ölversetztes oder nasses Salz wäre angenehmer.

Ausreichend und kräftig innen, außen leider etwas schwach. In dieser Preisklasse darf der Gast einen Eisspender erwarten – der fehlt aber. Gleichwohl ist Eis vorhanden, auf das aber nur die Aufgießer Zugriff haben – schade.

Wer nach allem Treppensteigen an diesem Tag noch letzte Kräfte mobilisieren kann, rafft sich auf für einen weiteren Treppengang und wird hinreichend belohnt. Ein traumhafter Ruhebereich legt sich dem Gast im Penthouse zu Füßen. Die Aussicht öffnet Herz und Geist; die bequemen Liegen sind eine Wonne. Leider ist es hier – wie im gesamten Saunabereich zu warm; Müdigkeit stellt sich ein; die Frischluft- und Sauerstoffzufuhr ist unzureichend. Leider Gottes darf die Tür zur Dachterrasse nicht dauerhaft geöffnet werden – sicher sturmbedingt. Ein weiteres Manko ist die unzureichende Beleuchtung. Nur an wenigen Plätzen kann mit Licht gelesen werden.

 

 

Die Möglichkeit Handtücher zum Trocknen aufzuhängen fehlt hier – und übrigens auch im Geschoss darunter. Warum wird hier kein Rondell aufgestellt? Völlig unpassend meinte eine Mitarbeiterin zur nachmittäglichen Ruhezeit unbedingt die Behälter für Handtücher geräuschvoll auswischen und stapeln zu müssen. Das geht gar nicht. Dafür ist die Zeit vor 9 Uhr da. Gäste müssen mit derlei Geräuschen nicht behelligt werden.

 

 

Gegenüber den Innensaunen befindet sich ein weiterer Bereich mit super bequemen Liegen.  Hier findet der Gast aber keine Ruhe:

 

  • pausenlose Sauggeräusche des Überlaufpools
  • sich im Pool laut unterhaltende Gäste (sie wollen sich ja verstehen)
  • hier vorbeilaufende und sich unterhaltende Gäste (ihr gutes Recht)
  • Geräusche aus dem Nassbereich (ohne geht es nicht)

Da sich dieser Liegebereich auf einem Podest befindet, fragt sich der Beobachter, warum dann nicht auch gleich eine Glaswand diesen Bereich umrahmt und so akustisch abschirmt.

 

 

Gut gemeint ist ein spezieller Ruheraum, der leider wohl völlig konzeptionslos eingerichtet wurde:

 

  • Direkt gegenüber dem oben beschriebenen Überlaufpool mit all seinen Geräuschen
  • Direkt an der Tür nach draußen

Warum die an sich super Idee eines Ruheraums nicht am Platz der Salzsauna umgesetzt wurde, weiß nur der Betreiber.

Im Saunabereich selbst und eine Etage tiefer gibt es eine Karte mit fair bepreisten Speisen. Die Getränke sind am oberen Rand des Preisniveaus. Das Saftangebot ist unzureichend und steht im Widerspruch zum ansprechend vegetarischen Speisenangebot. Molke oder Buttermilch ist gar nicht im Angebot.

 

 

Um 9 Uhr steht noch das Kuchenangebot des Vortages im Glaskühlschrank der Saunabar und hofft auf unwissende Gäste am Nachmittag – sorry, aber das geht so gar nicht.

 

Etwas weniger Wärme täte im Übrigen auch dem Umsatz gut: Wem der Schweiß den Kopf hinunterläuft, hat kaum jemand Lust auf Verzehr. Mehrfach war zu beobachten, dass sich Gäste mit der Speisekarte gegenseitig Luft zufächelten. Warum reagiert man nicht?

 

Sogar 2 Suppen sind im Angebot – die Lauchcremesuppe war lecker und wurde trotz Hinweis am Display nicht dem Chip belastet. 3,90 € gingen so der Anlage verloren, wäre man nicht ehrlich.

Die Bar im Saunabereich öffnet erst um 14 Uhr in der Woche bzw. 12 Uhr am Wochenende – eine vertane Chance. Da die Anlage um 9 Uhr öffnet, wäre 12 Uhr auch in der Woche sicher angezeigt.

Im Außenbereich warten 2 große warme Pools auf die Gäste. Das Umfeld auf dem Weg zur Panoramasauna ist eher trist, aber ausreichend. Super geschickt werden Raucher weit von Nichtrauchern in den Außenbereich gebracht – niemand fühlt sich belästigt. Ein geschickt platziertes Werbeschild am Pool schützt die Gäste vor neugieren Blicken aus dem Badebereich weiter unten.

In den Toiletten fehlt die Übersicht, wer wann zuletzt geputzt hat (tue Gutes und sprech` darüber.) Zwischen den Urinalen fehlt ein Sichtschutz.

 

Die Website ist ein Opfer unfähiger Webprogrammierer, die der Meinung sind, man müsse den Besucher zunächst mit bildschirmfüllenden Headerbildern beglücken ehe man die gesuchten Informationen herausrausrückt.

 

Warum ist ein Aufgussplan nicht auf der Website? Der Monitor an der Wand in der Sauna verkündet ja auch nicht: „Unser Aufgussplan wird im Moment bearbeitet, wir bitten um Ihr Verständnis.“

Auf der Website wird von einer Holzhaussauna im Penthouse berichtet. Wo soll diese bitte sein? Die Panorama-Sauna bleibt indes unerwähnt.

Die Anlage ist hochwertig, die Mitarbeiter engagiert, der Preis stimmt. Entscheidende Schwachstellen kosten aber Punkte in der wie immer rein subjektiven Bewertung:

 

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