06132 Halle, Maya Mare

Ausreichend Parkplätze im Parkhaus  – pauschal werden 2 € fällig. Vom Parkhaus geht man bis zum Wegweiser und biegt erst dann links ab. Wer gleich links abbiegt, befindet sich auf dem Lieferantenweg und gelangt ins Maya Mare über den ehemaligen Haupteingang mit einem mayatypischen Treppenabstieg.

10-22 Uhr

 

Die Tageskarte kostete 19,90 € am 22.09.17. Auf Nachfrage wurde umfänglich und freundlich aufgeklärt wo es lang geht.  Mit dem leichten Chiparmband beginnt nun die Reise zum Saunabereich. Großgewachsene sollten auf den tiefhängenden Querbalken achten, der keine Warnfarbe trägt. Erste Treppen kündigen das Dauermotto des Tages an: „Mein Erholungstag auf den Treppen“ – wer nicht so gut zu Fuß ist, sollte sich gut überlegen hier Erholung zu suchen.

Männer und Frauen müssen getrennte Wege gehen, obwohl alles offen ist.  Mit dem superleichten Chipband wird der Schrank gesperrt. Wer sich erleichtern möchte, sollte jetzt die Gelegenheit nutzen. Neben dem Umkleidebereich ist die einzige WC-Anlage im Saunabereich - unfassbar.

 

Eine Treppe führt hinauf zum Saunabereich. Vorher liest der Gast ein Schild mit der sinngemäßen Aufschrift:

Nehmen Sie bitte keine Taschen

mit in den Saunabereich.

 

Diese Dinge soll der Gast also auf seinem Kopf tragen:

Mindestens 2 große Handtücher, etwas zum Lesen, Brille – die Flasche Wasser  sei nicht erwähnt, da ja nur im Gastronomiebereich konsumiert werden soll. Nach dem Schild kommt ein Drehkreuz – mitten auf der Treppe. Man fragt sich, warum das Drehkreuz nicht oben platziert wurde. Die Enge auf der Treppe ist eine Zumutung und führt auf beiden Seiten zur Staubildung.

Innen: Strandsauna, Solegrotte, Caldarium, Kräutersauna, Aztekensauna,

Außen: Keloblockhaus, Villa Mexico

 

Woweffekte ergaben sich nicht.

Mehrere Tafeln informieren über die Aufgüsse zur vollen Stunde. Die Aufgüsse sind Standard.

 

Gegen die Geschwätzigkeit der Stammgäste trat keiner der Aufgießer auf.

Auch hier ist den Gästen gänzlich unbekannt, dass Klatschen nach dem Aufguss völlig out ist:

Wer klatscht, verteilt die Flüssigkeiten auf dem eigenen Körper an die Nachbarn und stört die Ruhe über das erträgliche Maß hinaus. Schließlich ist die Sauna in Deutschland ein Ort der Ruhe und Entspannung.

 

Unfassbare Unsitte I: Die Gäste gehen 15 Minuten vor dem Aufguss hinein, wärmen sich kurz auf, gehen dann duschen und kommen wieder rein – das Handtuch bleibt natürlich liegen. In der Spitze waren in der Kelosauna  von 26 Handtüchern nur 2 mit Gästen besetzt. Alle anderen Gäste tummelten sich draußen. Welch ein Anblick! Die Aufgießer ficht das nicht an.

 

Unfassbare Unsitte II: Zu Beginn des Aufgusses wurde in der Villa Mexico ein Gemüseteller (Aufguss Johannesbeere!) herumgereicht. Da 99% der Gäste schon vorgeschwitzt und nass waren – siehe Unfassbare Unsitte I – tropften diese Gäste das Gemüse mit ihren persönlichen Körperflüssigkeiten voll. Ekelhaft.

Unfassbare Unsitte III: Ein Eimer mit Salz steht vor der Kelosauna. Die Gäste nehmen den Eimer mit hinein, reiben sich dort ein und verschmutzen ohne Not die Sauna.

Ausreichend. Innen als auch außen. Der Pool außen ist warm. Allerdings fehlt eine warme Dusche außen.

Ein kleinerer Ruheraum steht unterhalb der Villa Mexico zur Verfügung. Dorthin führt – wieder mal – eine Treppe, deren Stufen derart kurz sind, dass es aus Sicherheitsgründen sinnvoll ist, seitwärts zu gehen. Wie eine solche Treppe in einer öffentlichen Einrichtung Sicherheitsstandards erfüllen konnte, ist schleierhaft.  Aufhalten können sich hier ca. 20 Personen. Damit haben sich auch die Möglichkeiten erschöpft.

 

Im Haupthaus werden auch Ruhezonen ausgewiesen, undzwar unterhalb des Daches – also erneut Treppensteigen. Die ca. 2 x 30 Liegeplätze sind allerdings akustisch nicht vom Trubel unten abgeschirmt. Ruhe kann hier also nicht gefunden werden. Ebenso wenig auf den Liegeplätzen um und gegenüber dem Pool.

Die angebotenen Speisen sind haustypisch. Leider war man nicht in der Lage auf kundenspezifische Wünsche einzugehen, da die Preiskalkulation unklar war. "Den Salat X bitte ohne das Fleisch dafür mit Käse" überforderte 2 Personen an der Theke. Geliefert wurde ein Salat, der weder mit dem gewünschten Salat auf der Karte Ähnlichkeit hatte, noch auf der Karte stand, aber wenigstens schmeckte. Der Preis war angemessen. Das Radler 0,5 war mit 3,50 € schon oberhalb des Angemessenen.

Alternativ zur baulich fragwürdigen Treppe zum Ruheraum unterhalb der Villa Mexico, über die man zum Gartenbereich kommt, gelangt man zu diesem auch wenn man durch die Tür aus dem Haupthaus gerade zu ins Grüne läuft. Hier finden sich weitläufig Plätzchen der Abgeschiedenheit. Die vielen Bäume spenden bei Bedarf natürlichen Schatten. Zusätzlich stehen Sonnenschirme bereit.

Großes Manko: Von hier aus zu den Toiletten am Umkleidebereich ist es sehr weit. Rechtzeitig also dran denken.

Die vielen Treppen sind lästig. Schließlich möchte man sich erholen und nicht permanent körperlich aktiv sein.

Zum Teil gute bauliche Gegebenheiten und eine schöne Außenanlage sind zu wenig um die Anlage als Oase der Erholung in die Erinnerung aufzunehmen. Personelle als auch bauliche Schwächen überwiegen.

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