32545 Bad Oeynhausen, Bali-Therme

Ausreichend Parkplätze.  Die Parkkarte von der Schranke zum Parkplatz ist an der Kasse vorzulegen damit sie entwertet wird. Das Parken kostet 1 €.

Täglich                              9 – 23 Uhr

 

Freitag und Samstag      bis 24 Uhr

 

Feiertage                          geöffnet (nur wann, lässt die Website offen)

 

Die Tageskarte kostete am 06.06.2019 28,50 €. Am Wochenende kommen 2 € hinzu. In Summe mit dem Parkpreis ist der Preis mehr als stolz. Ausgehändigt erhält man ein Schlüsselband mit Chip.

 

Immer dem Gang folgend kleiden sich Männer und Frauen gemeinsam aus und durchschreiten gemeinsam die Tür zur Badebereich. Angenehm: Man wird nicht gezwungen durch einen nassen Duschbereich mit seiner Tasche zu laufen – wie es andernorts oft der Fall ist. Leider fehlt nach dem Betreten des Badebereiches ein Hinweis, dass man sich links zu halten hat.  

 

Innen: Finnische Sauna (ca. 80°C), Lounge Sauna (ca. 50°C), Kräutersauna (ca. 65°C), Laconium (ca. 45°C), Große Aufguss-Sauna (ca. 85°C), Lotusblüten Sauna (ca. 65°C), Dampfbad (ca. 45°C), Panorama Sauna (ca. 75°C)

 

Außen: Erdsauna (ca. 110°C), Pagodensauna (ca. 85°C), Blocksauna (ca. 70 °C)

 

Alle Saunen sind in einem guten Zustand. Zum Teil sind die Fußböden in der Sauna sehr heiß, so zB. der Eingangsbereich der Großen Aufguss-Sauna. Warum liegen dort keine üblichen Laufgitter?

 

Das beste Klima hatte die Große Aufguss-Sauna.

 

Übersichten der Aufgüsse befinden sich an der  Großen Aufguss-Sauna und der Blocksauna.

 

Die Aufgießer lieferten unterschiedliche Arbeit. Die besten Ansagen lieferte Aufgießer Kevin. Als Ausdruck der Gelassenheit oder mangelnder Fürsorge war zu beobachten, dass den Gästen im Aufguss in der Sauna Honig in die Hände gegeben wurde. In der Folge kleckerten die Gäste den Honig natürlich aufs Holz. Dunkle Flecken auf den Bänken zeugen von den Spuren der Vergangenheit – schade. Anderswo ist man schlauer und schickt die Gäste nach der ersten Hälfte nach draußen zum Einreiben. Es wird in einer Runde 4 x aufgegossen. Gerade bei Salz du Honig sind 4 Runden für das Gros der Gäste zu viel. Warum nimmt man nicht die Erfahrungen anderer Anlagen an und schickt die Gäste nach Runde 1 hinaus (auch um sich zu erfrischen) und lässt 2 Runden folgen?

 

Der Gipfel der Unprofessionalität offenbarte sich in der Durführung der Aufgüsse Honig und Salz in der Pagodensauna. Die Duschen davor spenden allenfalls leicht temperiertes, aber kein warmes Wasser. Nur mit diesem ist es nach einem solchen Aufguss richtig zu duschen. Die Aufgießerin darauf angesprochen, gab es symbolisches Schulterzucken und die Entschuldigung, dass bisher kein Gast das Problem angesprochen habe. Darf man bei dem exorbitanten Eintrittspreis nicht auch Professionalität erwarten?

 

In der Preisklasse erwartet und geliefert: Nach dem Fruchtaufguss gab es ein Obstschälchen und nach dem (sehr guten) Minzaufguss ein Gläschen kalten Minztees.

 

Auch hier ist den Gästen gänzlich unbekannt, dass Klatschen nach dem Aufguss völlig out ist:

 

Ab 11 Uhr finden auch Aufgüsse in der 110° heißen Erdsauna statt. In dieser hält man es eh nur 10 Minuten aus. Wozu dort dann noch einen Aufguss? Denkt man auch an die Gesundheit der Mitarbeiter?

 

Innen und außen ausreichend. Manko: Überall sind nur Sprühduschen installiert. Gerade für Frau Frauen ein Ärgernis, da die Haare so fast immer nass werden. Die Timer sind fair eingestellt. Kalte Tauchbecken sind nicht vorhanden - unfassbar. Die Pools sind angenehm temperiert. Im Duschbereich finden sich Schalen mit Eis. Im Außenbereich kein warmes Wasser - und das bei dem Eintrittspreis!

 

Die Therme könnte den Namen „Bali-Schlafhaus mit angeschlossenen Saunen“ erhalten. Gut gemeint ist nicht gut gemacht – urteilt schon der Volksmund. Hier wird eindeutig übertrieben. Wenn es nur die gefühlten 100 Liegen wären, könnte man über die Großzügigkeit hinwegsehen. Hinzu kommen aber

 

Alle Räume sind viel zu warm. Erwiesenermaßen erholt sich der Körper im Schlaf besser, wenn es eben nicht so warm ist. Von frischer Luft war nichts zu spüren.

 

 

Die Beleuchtung ist eine Katastrophe und unterstreicht den Drang schlafen zu müssen. Von Leselampen weit und breit keine Spur. Wer hier lesen will, muss sich selbst eine Lampe mitbringen und setzt damit trotzdem seine Augen erhöhter Belastung aus. Leselampen befinden sich einzig an den durch natürliches Deckenlicht überversorgten Liegen nahe der 2. Bar, die nicht mehr betrieben wird.

 

 

Kein Mensch sitzt gern mit dem Rücken zur Tür oder zum Gang. Hier stehen sogar die Liegen mit dem Kopfteil zum Gang –wer hat sich diesen Unfug einfallen lassen?

 

Unschön: Der nicht gut verlegte Fußboden sorgt im Großen Ruheraum für Geräusche beim Laufen. Knarrende Dielen sind der Feind der Ruhesuchenden.

 

 

Beim Thema Ruhe muss auch noch erwähnt werden, dass der Gast sich hier zuweilen in die Ausstellungsräume eines Möbelhauses versetzt fühlt. Unendlich viele Sitzgruppen mit schweren Sesseln und Tischen geben Rätsel auf, was dem Betreiber bei dieser Investition in den Sinn kam. Sollen hier Männerrunden/Frauengruppen sitzen und über das Leben palavern? Lesen kann man fast überall nicht, weil es überall viel zu dunkel ist. Allein an der toten Bar ist das möglich. Gerade das Palavern über Gott und die Welt wird zuweilen die anderen Gäste stören – schließlich ist die Sauna(-therme) ein Ort für Ruhe und Entspannung.

 

Speis und Trank werden an der Theke beauftragt und werden dann an den Tisch geliefert (die Nummer des Tisches sollte man zur Bestellung im Kopf haben). Auch der Restaurantbereich ist viel zu warm; gut, dass man draußen am Pool sitzen kann.

Unverständlich I: Leider war das Personal eher unterkühlt und sachlich als freundlich – das geht in einem Haus mit dieser Preislage deutlich besser. Das 0,4 Radler war mit 4 € teuer.

Unverständlich II: Dem Wunsch nach einem 0,5 Radler wurde an der Theke eine Absage erteilt. Tatsächlich gab es aber gar keine Flaschenware; es mangelt wohl nur an der Flexibilität – unfassbar. Der (schon vorbereitete) Thunfischsalat kam innert weniger Minuten und war mit 11,90 € nicht nur fair bepreist sondern auch lecker.

Unverständlich III: Am Pool kann der Gast den Heizstrahler einschalten. Was soll dieses ökologisch verwerfliche Angebot? Wem kalt ist, steht es frei innen zu sitzen!

Wer unten am großen Pool ist, kann den Service des Kiosk in Anspruch nehmen – zu weithin sichtbaren erhöhten Preisen.

 

Die Außenanlage ist eher schlicht und funktional gehalten. Depots mit bequemen Auflagen fordern zur Selbstbedienung auf.

 

Wer hier zum ersten Mal ist, sollte mindestens 10 Minuten investieren um sich einen Überblick zu verschaffen. Strukturiert geht anders. Hier ist es alles andere als übersichtlich. Die gute Nachricht: Es geht fast immer irgendwie weiter – nur selten kommt man in eine Sackgasse.

 

Um 9:30 Uhr musste eine Mitarbeiterin angesprochen werden, doch für Licht in der sog. Rotunde zu sorgen – der Gast als Hilfspersonal für schlechte Organisiertheit?

 

Es könnten mehr Uhren verteilt sein. Es fehlen Aushänge, wer die Toiletten wann geputzt hat.

 

Das üppig vorhandene Personal rumpelt mit dem Putzwagen schon mal über die Teppichböden und lässt die Gäste aufschrecken. Warum bleibt der Putzwagen nicht am Ort der Verrichtung? Warum müssen überall die hygienisch bedenklichen Fransenteppiche liegen?

 

 

Wer Probleme beim Treppensteigen hat, ist in dieser Anlage fehl am Platz. Hier ist man ständig am Auf- und Absteigen.

 

Bei der Preislage darf der Gast ein Bouquet an Zeitschriften erwarten. Im Restaurant lag einzig Tagespresse aus.

 

Wer sein Leben möglichst teuer verschlafen möchte, ist hier gut aufgehoben. Preis und Leistung stimmen hier ansonsten überhaupt nicht. Das Konzept (welches?) ist fragwürdig. Das Personal muss dringend geschult werden. Ermäßigungen für Geburtstagserwachsene – wie andernorts üblich – gibt es nicht.

 

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