74889 Sinsheim, Badewelt Sinsheim

Die Anreise mit dem PKW erfolgt verkehrsgünstig über die Abfahrt Sinsheim-Süd. Parkplätze sind zahlreich kostenlos vorhanden.

Wir haben die Anlage am 27.12.2013 besucht, einem Samstag. Die Sauna war von 9-24 Uhr geöffnet.

Wir haben an einem Samstag nicht nur den üblichen Preis für die Tageskarte von 30 € je Person bezahlt, sondern auch einen Zuschlag von 2 €. Eintrittspreise dieser Größenordnung kann sich nur ein Gast leisten, der ein solides Einkommen hat. Unter der Woche wird dieser (bis auf Rentner) kaum Zeit für einen Besuch in dieser Anlage finden. Dass er dann am Wochenende mit einem Aufschlag bestraft wird, ist ein Schlag ins Gesicht von 90 % der Gäste einer solchen Anlage. Offensichtlich hat die Geschäftsleitung nicht verstanden, von welcher Zielgruppe sie lebt.

 

Im Nachhinein empfinden wir den Preis als äußerst exorbitant hoch und der Leistung nicht gerecht. Interessant: auch diese hohen Preise schrecken ein gewisses Publikum nicht ab.

 

Männer und Frauen ziehen sich gemeinsam an und aus. Die Umkleidekabinen sind großzügig. Jeder Gast erhält einen Schlüssel, auf dem die Nummer des Schrankes ausgewiesen ist. Das Schlüsselband heizt sich während des Saunaganges nicht auf.

Wichtiger Nachtrag am 28.10.17: Der Hausordnung nach ist es nicht gestattet, dass Männer und Frauen gemeinsam eine Kabine betreten - was in anderen Anlagen üblich ist (Familienumkleide). 2 Fälle sind bekannt geworden, in denen Verfehlungen juristische Konsequenzen nach sich zogen.

Koi-Sauna 70°C: Eine überdimensionale Großsauna mit einem Panoramafenster, dass in der unteren Hälfte den Blick freigibt auf einen Koiteich. Der Blick darauf verschwindet aber während eines Aufgusses, da die Fenster beschlagen. Nicht gefallen hat uns, dass die Bänke unangenehme Geräusche von sich geben, wenn die Gäste sich niederlassen oder aufstehen.

 

Wer hat die Form der Bänke im obersten Bereich konstruiert? Ergonomisch absolut eine Katastrophe.

 

Gleichwohl das Flair dieses Raumes asiatische Ruhe vermitteln soll, indem beispielsweise auch Entspannungsmusik dezent abgespielt wird, hält dies viele Leute nicht davon ab, sich in normaler Lautstärke zu unterhalten. Die üblicherweise bekannten Holztafeln „Ruhe während der Saunaganges“ oder „kein Schweiß aufs Holz“ sucht der aufmerksame Gast vergebens. So wundert es denn auch nicht, dass eine erstaunliche Anzahl von Gästen sich zwar das Handtuch unter den Hintern legt, aber nicht unter die Füße. Die Mitarbeiter interessiert das "nicht die Bohne".

 

Die Unerfahrenheit der Architekten müssen die Mitarbeiter jetzt ausbaden: obwohl in dieser Sauna beim Aufguss mehrere Kübel verwendet werden, müssen die Mitarbeiter diese auf einem langen Weg vom Bereich der Toiletten bis hierher schleppen. Warum wurde nicht im Bereich der Sauna gleichen Wasserhahn angebracht?

 

Holzstadl 90°C: diese Sauna ist die einzige mit höchster Temperatur. Dennoch erreichte die Temperatur bei unserem Besuch maximal 80°. Einen Mitarbeiter daraufhin angesprochen, kam der Hinweis, dass gerade Aufguss gewesen sei. Eine schöne Ausrede. Wenn der Aufguss aber über 1 Stunde vorbei war, ist dies ein Zeichen, dass die Temperatur nicht richtig eingestellt war.

 

Tropen-Sauna 75°C: diese Sauna besticht durch den Blick auf die im Außenbereich befindliche Vogelvoliere.

 

Kino-Sauna 60°C: ob die Welt eine solche Sauna benötigt, muss jeder für sich beurteilen. Wir empfanden die Sauna als relativ kalt und sind stehenden Fußes wieder umgekehrt.

 

Wüstenwind 60°C: Ganz anders dagegen diese Sauna. Der tatsächlich permanente Luftzug vermittelte eine angenehme Wärme von deutlich mehr als 60°.

 

Dampfsauna: die Sauna erfüllt höchste Erwartungen. Ein wahres Meisterwerk in Sachen Hygiene und Dampfleistung. Jeder einzelne Platz hat seinen eigenen Wasserhahn, mit dem der Platz gesäubert werden kann. Ohne sich zu verbrennen liefert die in der Mitte befindliche Dampfsäule ein enormes Maß an Dampf. Die intelligente Beleuchtung sorgt dafür, dass man bereits am Eingang erkennt, ob noch ein Platz frei ist.

 

Einer Anlage mit diesem Eintrittspreis ist es nicht würdig, dass vor dem Eingang der Dampfsauna kein Salz angeboten wird. Anlagen mit deutlich niedrigeren Preisen bieten Einwegbecher, die mit Salz gefüllt sind. Jeder Gast kann sich daran bedienen. Hier muss der Gast abwarten, bis ein entsprechender Aufguss stattfindet. Bei unserem Besuch bildeten sich lange Schlangen vor der Dampfsauna und dem Gast war nicht klar, ob die Gäste vor der Dampfsauna anstanden oder vor den spärlichen 2 Toiletten je Geschlecht.

 

Alle Saunen und im übrigen der gesamte Bereich ist mit hochwertigen Materialien erstellt worden. Der Gast ahnt, dass die Eigentümer insgesamt sehr viel Geld in die Hand genommen haben.

 

Darüber hinaus warten diese Saunen auf den Gast: Hünenring 80°C, Wiener Kaffeehaus 70°C, Alhambra 70°C. Auch wenn der Gast es beim Preisniveau dieser Anlage erwarten dürfte, ein Thepidarium sucht der Gast vergebens.

 

Der passionierte Saunagänger wird feststellen, dass die Ursprünge der Sauna in dieser Anlage nicht im Vordergrund stehen. Die relativ milden Temperaturen in den Saunen lassen auch bei einem Aufguss nicht unbedingt ein Zwiebeln auf der Haut erkennen, auch wenn man nicht auf der obersten Bank sitzt. Das Prinzip dieser Anlage scheint eher die Oberflächlichkeit und die Unterhaltung zu sein. Das ist legitim, sollte sich aber auch vor Augen geführt werden, wenn man den Besuch dieser Anlage einplant.

Bei einem Preisniveau dieser Anlage darf der Gast erwarten, dass alle halbe Stunde ein Aufguss stattfindet. Tatsächlich für die Anlage diesem Anspruch auch gerecht. Allein das Missmanagement dieses Hauses ist Ursache dafür, dass die Gäste trotzdem nicht auf ihre Kosten kamen. Bei unserem Besuch schoben sich die Massen nur so über die Gänge. Schon eine Viertelstunde vor dem Aufgusstermin war die entsprechende Sauna bis auf den letzten Platz gefüllt. Angesichts der davor und danach befindlichen Feiertage und der Samstages, an dem wir dort weilten, hätte die Geschäftsleitung ahnen müssen, dass das Haus gut besucht sein wird. In einer solchen Situation muss den Gästen zu gleicher Zeit an mehreren Stellen ein Aufguss angeboten werden. Dieses Gebot der Stunde wurde in höchstem Maße missachtet.

 

Unmittelbar vor dem Aufguss bildeten sich große Trauben vor der Sauna. Alles Menschen, die noch hofften hineinzukommen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Auch sie mussten am Ende einsehen, dass sie zu spät kamen.

 

Der Klangschalenaufguss in der Alhambra-Sauna war leider nur mit Schulnote 3 zu bewerten. Die Mitarbeiterin wedelte zwischen den einzelnen Klängen wie verrückt auf die Gäste ein. Von einer meditativen Stimmung konnte keine Rede sein. Offensichtlich hatte diese Mitarbeiterin überhaupt nicht den Sinn dieses Aufgusses verstanden. Zum Schluss rief die Mitarbeiterin voll Verzückung: “Das war‘s auch schon!“ und zerstörte einmal mehr mit diesem Ausruf die mühsam aufgebaute meditative Stimmung der Gäste. Ungeschickter Weise sammelte sie zum Schluss die Klangschalen ein, in dem sie diese scheppernd ineinander setzte. Der Profi hätte die Klangschalen in Handtücher eingeschlagen, um sie geräuscharm zu entfernen. Diese Mitarbeiterin sollte sich auf jeden Fall einmal eine Fortbildung im Badehaus Rödermark angedeihen lassen.

 

Der Aufguss dauerte ca. 10 Minuten. Für einen solchen Aufguss ist das viel zu kurz. 20 Minuten sollten eingeplant werden.

 

Exkurs:

 

Vor der Alhambra-Sauna sitzend waren wir Zeugen des Säuberungsprozesses nach dem Safran-Honig-Aufguss. Gäste, die sich nach dem Aufguss noch entspannen wollten, wurden von den Reinigungskräften des Raumes verwiesen. Die in dieser Sauna überall liegenden roten Kunstleder-Kissen wurden von den Reinigungskräften mit dem Fuß kurzerhand auf den Fußboden befördert. Während die eine Mitarbeiterin den Wischmob über die Holzbänke sausen ließ, machte sich die andere mit demselben Wasser daran, den Fußboden zu säubern.

 

Wir haben die Reinigungskräfte daraufhin angesprochen und uns wurde angeboten es selbst einmal zu probieren bei einer solchen Hitze sauber zu machen. Allein diese Reaktion spricht Bände. Es hat uns entsetzt, wie das Reinigungspersonal mit dem hochwertigen Inventar vor den Augen der Gäste umgeht. Offensichtlich ist diesen Mitarbeitern in keinster Weise bewusst, wie viel das Unternehmen in dieser Anlage investiert hat. Wenige Momente später kam ein Mitarbeiter, um nach dem Fortschritt des Reinigungsprozesses zu schauen. Ihm wurde von den Reinigungskräften der von uns vorgetragene Hinweis berichtet.

 

Da wir fürchteten, dass die Rechtfertigung der Reinigungskräfte nicht objektiv sei, haben wir unsere Sicht der Dinge dargestellt. Mit viel Freundlichkeit und Verständnis wurde uns zum Schluss des Gespräches ein Gutschein für 1 Stunde Aufenthalt angeboten, den wir allerdings ablehnten. Wir hatten bereits in diesem Moment entschieden, dass wir die Anlage kein weiteres Mal besuchen möchten. Trotzdem muss fairerweise die gute Geste gelobt werden.

 

Dem Vernehmen nach handelte es sich bei den Reinigungskräften um einen externen Dienstleister. Einmal mehr wird deutlich, wie grob fahrlässig es von der Geschäftsleitung ist, angeblich niedere Dienste auszugliedern um möglicherweise Kosten zu sparen. Zumindest diese beiden Reinigungskräfte waren absolut fehl am Platz.

Nicht alles Gute kann immer beieinander sein. Das wird auch bei dieser Anlage deutlich. So toll es ist, wenn der Duschbereich akustisch von den Saunen abgekoppelt ist, so unschön sind doch lange Wege von den Saunen zum Duschbereich. Das führt in der Realität häufig dazu, dass die Gäste nicht den Weg in die Dusche nehmen, sondern den kürzeren Weg in den Außenpool.

 

Mehrfach wurden wir von anderen Gästen angesprochen, die den Weg zu den Duschen nicht fanden. Während der Raucher-Bereich großzügig ausgeschildert ist, fehlen entsprechende Hinweisschilder für den Weg zu den Duschen. In den Duschen angekommen, stellt der Gast fest, dass es viel zu wenige sind. Bei unserem Besuch waren auch noch 2 defekt. Obschon wir einen Mitarbeiter ansprachen, doch ein Schild „außer Betrieb„ anzubringen, geschah den ganzen Tag nichts. Eine Mitarbeiterin, die sich nach eigener Bekundung über den Ausfall selbst ein Bild an den Duschen machen wollte und ohne Ergebnis mehrfach drückte, änderte ebenfalls nichts daran. Wir sahen sie nie wieder - sie war wohl in den Feierabend entschwunden. Viele Gäste gehen ungeduscht unter die Wasserfälle der Calla-Blütendusche. Ob das hygienisch ist, sei dahingestellt.

 

Die Wasserleistung der Duschen ist sehr mäßig. Man könnte fast von einer Alibifunktion sprechen. Wird hier am falschen Ende gespart?

 

Erwartet und vorgefunden: Üppiger Eisspender im Nassbereich.

 

Im Außenbereich befindet sich ein Tauchbecken, das angeblich 16 °C haben soll. Wir empfanden es als deutlich zu warm. Ein Manko an dieser Stelle: es fehlt eine Ablagemöglichkeit für das Handtuch. Der Gast kann sein Handtuch nur auf den Fußboden legen – eine Zumutung! Der Außenpool ist nur von innen zu erreichen, gerade im Sommer sehr hinderlich.

Im Bereich der Saunen stellt ein relativ kühler Raum, das Elyseum, das Zentrum des Geschehens dar. In diesem kann sich der Gast ausruhen. Wir haben festgestellt, dass es dort die wenigsten Gäste länger aushalten. Ruhe findet man dort nicht.

 

Ruhe findet man auch woanders nicht. Überall dort, wo eine Glastür in diesem Haus verbaut ist, wird diese über Magnete verschlossen. Allein das ewige Klicken der Türmagnete verursacht unschöne Geräusche. Auch hier wird wieder einmal deutlich, dass die Architekten zwar einen Sack voller Geld zur Verfügung gestellt bekamen, sie selbst aber keine Saunagänger sind und sie demzufolge auch keine Liebe zum Detail entwickeln konnten. Warum werden diese Magnete nicht gedämpft?

 

Wer sich nicht in diesem unwirtlichen Raum aufhalten möchte, sucht den Weg zur so genannten Sky-Lounge und schreitet die Treppe nach oben. Dort bietet sich ein fantastischer Blick auf das gesamte Haus, aber auch hier wird der Gast die Ruhe nicht finden. So wertvoll auch hier wieder das Mobiliar ist, die Inkompetenz der Architekten lässt den Ruhe suchenden Gast schier verzweifeln.

 

Wer unten im Badebereich seinen Spaß hat, lässt dies auch akustisch verlauten. Das ist ok und liegt in der Natur der Sache. Darüber hinaus dringen neben diesen Geräuschen auch all die anderen an das Ohr der im oberen Bereich liegenden Gäste. Eine ruhige, gar intime Sphäre kommt nicht auf.

 

Die Luft im oberen Bereich war stickig und führte zur Ermüdung. Gleichwohl man den Eindruck hatte, an den Rückblenden seien Lüftungsgitter montiert, stand die Luft.

Viele Gäste sind unsicher, ob sie sich angekleidet oder nackt im oberen Bereich aufhalten dürfen. Wer sich hier oben ausruhen möchte, sollte auf jeden Fall Ohrstöpsel mitbringen.

 

Wer noch mehr Geräusche und Menschen-Gewimmel verträgt, legt sich im unteren Bereich auf eine Liege. Vorteil hier: jede einzelne Liege hat eine Leselampe – sehr vorbildlich. Allein der Lärm muss akustisch ausgeblendet werden.

Angesichts der schreienden Hektik des Massenbetriebes haben wir darauf verzichtet. Uns ist schlicht der Appetit vergangen.

Der Außenbereich ist attraktiv und bietet einen sehr schönen Blick in die Nachbarschaft. Auch zu dieser unwirtlichen Jahreszeit wirkt der Außenbereich attraktiv. Dank an die fleißigen Gärtner! Verständlich ist der auf einem Schild angebrachte Hinweis, dass im Außenbereich nicht gegessen werden soll. Auch wir konnten Abfälle verstreut wahrnehmen. Auch mit diesen Gästen muss man leben. Möglicherweise würde ein Abfallbehälter an dieser Stelle helfen.

 

Während Raucher im Außenbereich geschützt vor Regen stehen können, müssen Nichtraucher auf diesen Luxus verzichten – unglaublich!

Als störend empfanden wir, dass die Raucher mit brennender Zigarette durch den Außenbereich wandelten und die Nichtraucher in Mitleidenschaft zogen. Warum befindet sich im Außenbereich der Raucher-Lounge keine Tür, die nur nach innen aufgeht und somit verhindert, dass Menschen von dort in den Außenbereich gelangen? Mit Hinweisschildern ist dieser Gruppe von Menschen wohl ohnehin nicht beizukommen.

Im Saunabereich befinden sich je Geschlecht nur 2 Toiletten-Kabinen. Bei den Herren befinden sich in jeder Kabine ein Sitz-WC, ein Urinal und ein Waschbecken. Angesichts der Größe der Anlage ist dieser Bereich absolut unterdimensioniert. Logische Folge: immer wieder bildeten sich Schlangen vor den Toiletten – ein weiterer Ausdruck der Inkompetenz der Architekten. Wir haben zwar nicht danach gesucht. Ins Auge gefallen sind Sie uns aber auch nicht – die Notiztafeln, auf denen die Reinigungskräfte persönlich abzeichnen, wann sie die Reinigung vorgenommen haben. Das ist heutzutage üblich und sichert die Qualität.

 

Dass das Niveau der Gäste nicht unbedingt gekoppelt ist an die Höhe des Eintrittspreises wurde beim Besuch der Toiletten einmal mehr deutlich: sowohl die WC-Becken der Herren als auch die der Damen waren immer wieder verschmutzt. Sogar die WC-Brillen bei den Damen waren mit Urin besprenkelt. Einfach nur widerlich! Hier liegt die Verantwortung sicherlich nicht im Reinigungspersonal sondern in der mangelnden Erziehung einiger Gäste.

Viele Mitarbeiter liefen herum und hatten auf dem Rücken des T-Shirts aufgedruckt “Aktiv Team“. Äußerst albern. Ein „Passiv Team“ konnten wir nicht entdecken. Würden die Mitarbeiter eigenverantwortlich arbeiten, hätten sie die Fehler des Missmanagements der Geschäftsleitung ausgeglichen, indem sie den Menschenmassen mehr geboten hätten als auf dem Dienstplan stand. Von aktiv kann jedenfalls keine Rede sein, führen wir uns vor Augen, wie das Problem mit den defekten Duschen gelöst wurde, nämlich gar nicht. Auch die Sauna, die untertemperiert war, blieb so wie sie war. Nahezu Händchen haltend schlenderten die Mitarbeiter pärchenweise über die Gänge. Eigenverantwortung sieht anders aus. Hat sich hier die Geschäftsleitung C-Mitarbeiter herangezüchtet, die nur Dienst nach Vorschrift machen?

 

Wenn wir etwas lobend erwähnen können, ist es die Fülle an Pflanzen in diesem Haus. Geradezu verschwenderisch findet der Gast an jeder Ecke stets blühende Orchideen. Führt man sich vor Augen, dass auch eine Orchidee einmal ruhen möchte und nicht stets blühen kann, ahnt man vielleicht, warum der Eintrittspreis so hoch ist. Was geschieht mit all den Orchideen, die eben nicht mehr blühen?

 

Mehr als in anderen Anlagen konnten wir hier folgende Gästegruppen erkennen:

- Singles

- Gruppen von Singles im Alter zwischen 20 und 30 Jahren,
   die überall lautstark Dinge zum Besten gaben, die den Rest der Welt
   nicht interessieren

- unerfahrene Saunagänger jeden Alters, denen die grundsätzlichen
   Benimm-Regeln in der Sauna nicht bekannt sind

  • Handtuch unter die Füße und nicht nur um die Hüfte
  • keine lauten Gespräche in der Sauna
  • duschen, bevor man in den Pool geht
  • auch vor der Sauna eine gemäßigte Lautstärke an den Tag legen und sich nicht wie im Stadion aufführen

Aus unserer Sicht ist es negativ für den Saunabereich, wenn auch Gäste in Badebekleidung herumlaufen können. Hier fühlt sich der nackte Gast nicht gleichberechtigt.

 

Die Menschenmassen, die sich bei unserem Besuch wie Rentierherden um das Elyseum bewegten, waren schier unglaublich. Die Anlage war hoffnungslos überfüllt. Die Menschen waren permanent auf der Suche nach einem Ort, wo sie sich niederlassen konnten.

 

Um 10 Uhr morgens angekommen, haben wir schon um 16:30 Uhr das Haus fluchtartig verlassen, gleichwohl wir eine Tageskarte gebucht hatten. Da spielt es auch keine Rolle, dass wir eine lange Anreise in Kauf nahmen und einen hohen Eintrittspreis bezahlten. Wir wollten nur noch weg.

 

Verlässt man das Haus, muss das Schlüsselband persönlich bei einer Mitarbeiterin abgegeben werden. Beim heutigen Stand der Technik und der diesem Haus zur Verfügung gestellten finanziellen Ausstattung ein Unding. In anderen Anlagen wird das Band in eine Schublade gelassen und das Drehkreuz öffnet sich oder nicht, wenn die darauf gebuchten Leistungen noch nicht bezahlt wurden.

Einmal mehr wird deutlich, dass eine erfolgreiche Anlage nicht nur mit einem hohen Maß an Investitionen geführt werden kann. Es muss auch in die Mitarbeiter und in die Geschäftsleitung investiert werden. Gerade Letztere hat nach unserer Einschätzung grenzenlos versagt und gehört ausgetauscht. Schade, dass sich die Eigentümer so etwas bieten lassen. Wir können diese Anlage nicht empfehlen.

 

Unsere Bewertung

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Kommentare: 9
  • #1

    Karina (Mittwoch, 01 Januar 2014 17:35)

    Eine harte Kritik. Leider aber zutreffend. Großmannssucht und Gigantomanie sind immer wieder zu hörende Beschreibungen dieser Anlage. Mag sich jeder sein eigenes Urteil bilden.

  • #2

    Thomas (Mittwoch, 29 Januar 2014 11:53)

    Sehr guter Beitrag, wir waren auch an dem 27.12.13 dort. Es ist alles zutreffend. Uns hat es aber trotzdem gut gefallen. Wir werden schon einmal wieder dort hin fahren trotz langer anreise ca 80 km.

  • #3

    André (Freitag, 14 Februar 2014 20:22)

    Der Eintrittspreis hat sich auf 33 € in der Woche und 35 € am Wochenende erhöht. Auskunft: man hat den Preis angeglichen, ich frage mich - an wen?

  • #4

    Käthe (Montag, 17 Februar 2014 11:39)

    @Andrè: natürlich an die Tatsache daß die Badewelt keine Baustelle wie noch in 2013 mehr sein will ;o).
    by the way: die Samstags-Familienkarte wurde auch mal eben von 45,--auf 50,-- gepushed, lockere 10% mehr.

    Den Bericht kann ich voll unterschreiben, allerdings habe ich mich auch schon anderswo geärgert.
    In der Rappsodie in Bad Rappenau trifft man leider auch diese Dorfflegel die sich in der Sauna aufführen wie in einer Besenwirtschaft. Bittet man dann höflich um Ruhe wird man noch blöd und unverschämt angebruddelt.
    Oder Aquatoll Neckarsulm: dort sah ich schon Männer mit einem Glas Weizenbier in der Hand im angeregter Unterhaltung in der Sauna sitzen. Oder "Damen" die sich in der Dusche die Beine rasieren und /oder die Haare färben.

    Die Wüstenwind-Sauna in Sinsheim fand ich echt witzlos, schwitzen geht da mal gar nicht.

    Die Vogel-Sauna stimmt mich depressiv wenn ich die traurige Voliere so ansehe.

    Der Hünenring dagegen hat was :o).

    Das Tauchbecken ist ein echter Gag, mich wundert warum in dem Bericht nicht geschrieben wurde daß das Dingens einer solchen Anlage komplett unwürdig und lächerlich ist.
    Jedes aufblasbare Kinderplantschbecken für den heimischen Garten ist da größer.

  • #5

    Nilli (Freitag, 18 Juli 2014 16:43)

    Es tut mir leid, dass ich ihre Meinung leider überhaupt nicht teilen kann:
    Also manche Kritikpunkte sind schon etwas sehr seltsam z.B die Duschen welche nicht auffindbar sein sollten obwohl man vor dem Betreten des Saunabereichs diese zunächst passieren muss.
    Jedoch muss ich auch anmerken, dass wir uns auch gezielt Tage aussuchen an denen zu erwarten ist, dass sich der Ansturm in Grenzen hält (bei dem Preis!) und man einen unbeschwerten Saunabesuch genießen kann, da ich am Familiensamstag oder an Feiertagen (z.B um Weihnachten,Ostern etc)wohl in keinem Schwimmbad etc. mit wenig Betrieb rechnen kann.
    Daher kann ich auch nichts über zu volle Aufgüsse oder desgleichen berichten da es doch immer sehr ruhig und entspannend ist. Wohl aufgrund dieser Tatsache finden wir die Duschen,Toiletten und alle anderen Bereiche nur in einer Reinlichkeit vor an der es nichts auszusetzen gibt.
    Am Benehmen anderer Saunagäste kann man leider wenig ändern und ich glaube nicht, dass es etwas ändert wenn man überall Verbotsschilder befestigt da dies dann doch eher den Großteil der anderen Gäste eher nerven würde.
    Abschließend kann ich also nur nochmal erwähnen, dass ich in dieser Beschreibung die Badewelt Sinsheim garantiert nicht erkannt hätte, da fast alle negativen Kritikpunkte bei unseren Besuchen nicht aufgefallen sind oder sogar positiv bewertet wurde (z.B. Der Handtuchhalter am Tauchbecken ;) )

  • #6

    Wir (Montag, 16 Februar 2015 09:05)

    Hallo,
    wir waren gestern das erste mal in Sinsheim und können der negativen Kritik definitiv nicht zustimmen.
    ja, es war voll und im nicht reservierten Bereich damit jede Liege belegt. aber an einem Winterwichenende wohl kein Wunder.
    In den Saunen war es verblüffend ruhig. Wir habe auch keinen nennenswerte Schmutz feststellen können.
    Daß jemand die Duschen nicht finden kann ist echt verwunderlich. Dagegen die WCs ... ja , die hab ich auch nicht gleich gefunden. Aber ein Frage beim stets sehr freundlichen und zuvorkommenden AktivTeam hat gleich geholfen.
    Zur Umkleide: jeder hat seine eigene Umkleidekabine mit Fön. die sind zwar nicht Geschlechter-getrennt, aber wozu auch.
    fazit: wir waren begeistert und werden wieder hinfahren. obwohl einfacher Weg über 100Km.

  • #7

    Ralf (Mittwoch, 11 März 2015 22:23)

    Wir waren gleich zweimal in der Saunawelt - Das erste und das letzte mal. Auf einen Beschwerdebrief kam die Antwort das man sich telefonisch bei uns melden möchte. Ich warte immernoch…

    Die Tafel mit dem Weltrekord haben die sicher verdient. Allerdings nicht für die Größe der Sauna, sondern für die Anzahl von Menschen pro Dusche und Meter.

  • #8

    Zwei Flüchtlinge (Dienstag, 22 März 2016 18:40)

    Ich war gestern mit einer Bekannten in diesem Hause. Nachdem hier - wie ich schon mehrfach feststellen musste - mehr Leute angenommen werden als Liegeplätze vorhanden sind, legten wir uns getrennt. Aus diesem Grunde nutzte ich die Zeit und las abgespeicherte Fachliteratur in meinem Tablet. Da stand dann ganz arrogant ein Mitarbeiter dieses Hauses vor mir und erklärte mir in einer überheblichen Art und Weise, dass ich gegen die Hausordnung verstoße und er sofort von seinem Hausrecht Gebrauch machen könnte. Ich fragte, was hier falsch läuft und was zu solch einer Art und Weise der Kommunikation berechtigt. Ja. Ich könnte ja Fotos gemacht haben, Laptops seien verboten etc. und ich solle mal die Hausordnung lesen, die im Internet einsehbar ist. Ich zeigte ihm, dass mein Tablet als E-Book genutzt wird und eine Kamera nicht aktiviert ist und auch gar nicht genutzt werden kann, da das Cover sämtliche Öffnungen komplett verdeckt. Gut. Er ließ von seiner Arroganz nicht ab. Er philosophierte über die Geißel von modernen Medien. Welch ein Unfug, den ich mir da unter dem Hinweis auf ein Hausverbot anhören musste. Ich habe gearbeitet mangels Kommunikationsmöglichkeit mit der Partnerin aufgrund entweder zu vieler Gäste oder zu wenig Ruheplätzen. Selbst meine Nachbarn waren irritiert. Sie sahen mich nur am Lesen. Gut. Wie immer im Leben macht der Ton die Musik. Hier sollte mal mit dem Dirigenten gesprochen werden. Und Menschen eine vermeintliche Macht in die Hand zu geben, die damit aber dann - ich sage, wie ich es empfunden habe - in frecher Art und Weise umgehen, macht mich nicht bereit, weiterhin gutes Geld für solch eine "Behandlung" zu bezahlen. Auch wenn eine Person (und insbesondere dann, wenn es aus Unwissenheit geschieht) einen Fehler gemacht hat, hat er Anspruch auf einen anständigen Umgang, Fazit: Endgültig nie mehr wieder.

  • #9

    Friedhelm (Mittwoch, 06 Dezember 2017 22:14)

    Wir waren heute ebenfalls das letzte mal in sinsheim. 38 (!) Euro die Tageskarte, Spar-Aufgüsse von Diletanten mit rhythmischer Sportgymnastik wirkungslos herumgewedelt. Der Höhepunkt war eine Notfallübung im Saunabereich mit gaffenden Praktikanten. Laut Hausordnung dürfen nun auch keine Taschen mit Rollen mehr hineingenommen werden, peinliches Umpacken vor der Kassenschlange inklusive. FAZIT NIE WIEDER

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