59759 Arnsberg - Nass

Ausreichend kostenfreie Parkplätze

Montag bis Freitag 10-23 Uhr

 

Wochenende 9-23 Uhr

Nachdem der Haupteingang durchschritten wurde, geht man rechts zum Schalter und holt sich ein Chipband. Bezahlt wird erst beim Auschecken.

Der Eingang zur Sauna ist links vom Schalter. Die Tageskarte kostete am 17.09.2019 20 €. Ausgehändigt erhält man ein Schlüsselband mit Chip.

Nach dem Drehkreuz kann der Gast entscheiden, ob er sich im Bereich der Männer, der Frau oder dem gemischten Bereich umziehen möchte. Kabinen sind nicht vorhanden. Man könnte direkt nackt zum Saunabereich gehen. Da aber nach der Tür des Saunabereiches der Gastrobereich desselben liegt, sollte man sich bedecken – dazu weiter später unten noch mehr.  

Innen: Aufgusssauna, Kristallsauna, Klangsauna, Dampfbad, Kräuterbad, Spektralbad, Dampfbad der Sinne

 

Außen: Maasauna, Seesauna, Waldsauna (Aufgusssauna)

 

Alle Saunen sind in einem guten Zustand. In der Aufgusssauna innen ist zugunsten der Gäste auf der obersten Bank keine Rückenlehne montiert. Das Handtuch kann nicht eingeklemmt werden. Anlehnen ist nur mit Geschick möglich. Wie in anderen Anlagen auch wurde der Ort der ruhebedürftigen Saunen hier ebenso fehlgeplant. Der Genuss der Klangsauna leidet unter den Wassergeräuschen des direkt davor befindlichen Duschbereiches.

Eine Übersicht der Aufgüsse befindet sich am Eingang. Wer an dieser Tafel als Erstgast vorbeirauscht, wundert sich, warum vor der Aufgussauna im Innenbereich nur Aufgüsse ab 16 Uhr angeschrieben stehen. Der Grund: Die morgendlichen Aufgüsse finden in der Waldsauna im Außenbereich statt. Ein kurzer Hinweis auf der Tafel für Erstgäste wäre informativ.

 

Die Aufgießer lieferten unterschiedliche Arbeit. Die besten Aufgüsse lieferte Aufgießer Carsten.

 

Richtig heiß wurde es auf der obersten Stufe leider nie.

 

Ruhesuchende Gäste kommen in dieser Anlage nur eingeschränkt auf ihre Kosten. Die deutschen Saunaregeln unwissende Stammgäste im Pensionsalter reden in der Sauna ungeniert in Zimmerlautstärke sowohl mit und ohne Aufguss. Wohl aus Rücksicht auf diese Gäste aber auch auf Ruhesuchende wurde zumindest festgelegt, in welchen Aufgüssen absolute Ruhe herrscht. Von 22 möglichen Aufgüssen am Tag sind lediglich 8 als Ruheaufgüsse gekennzeichnet. Somit entsprechen nicht einmal 1/3 der Aufgüsse dem in Deutschland üblichen Standard. Gäste, die die Gepflogenheiten des Hauses noch nicht verinnerlicht haben und im normalen Aufguss Ruhe erbitten, werden von den Stammgästen angepöbelt.

 

Auch hier ist den Gästen gänzlich unbekannt, dass Klatschen nach dem Aufguss völlig out ist:

Zumindest nach einem der Ruheaufgüsse entfällt der Beifall.

 

Nach manchem Aufguss gibt es für die Gäste eine Nettigkeit. 2 x am Tag kann sich der Gast während des Aufgusses mit einer angenehmen Körperlotion verwöhnen. Nach einem Obstaufguss in der Waldsauna gibt es Obstspieße. Auch wenn diese so auf der Etagere drapiert sind, dass nichts passieren sollte, wäre es wünschenswert, den Gästen abzuverlangen zuerst zu duschen – wie es in anderen Anlagen üblich ist. Niemand duschte und griff zu.

Leider ausbaufähig. Innen fehlt eine Wanddüse, aus der auch warmes Wasser kommt. Allein eine Tellerbrause bietet warmes Wasser von oben. Gerade Frauen mögen ihr Haar nicht immer zwangsweise waschen und müssen sich unter der Tellerdusche besonders verrenken.  Im Duschbereich innen ist ein Eisspender - man erinnere sich an den Eintrittspreis. Über das Normalmaß hinaus kann der Gast im Innenbereich ein Tauchbecken nutzen.

 

Außen wurde die Notwendigkeit ausreichender Duschen unterschätzt. Früher war die Aufgusssauna dort, wo jetzt das Salzhaus ist. Mit der Errichtung der Waldsauna sparte man aber an der Errichtung einer Dusche dort. Der Erstgast schaut sich verwundert um und bleibt ratlos zurück. Der Stammgast wandert gemütlich zum nahen Thermalpool mit kalter Dusche und glaubt dort angekommen hinreichend getrocknet zu sein und geht einfach so ins Wasser - hmmm.

Die Anlage bietet neben Liegemöglichkeiten im Innenbereich auch ein extra Ruhehaus im Saunagarten gleich neben der Waldsauna. Kuschelige Decken und ein Kamin laden zum Verweilen ein. Letzterer wurde am Besuchstag jedoch nicht eingeschaltet, obwohl es hinreichend frisch war. Das Licht blieb auch den ganzen Tag über aus - für Lesende nicht optimal. Im Gebälk sollten auch einmal die verdreckten Spinnweben entfernt werden - schließlich schaut der Gast beim Liegen unweigerlich nach oben.

Die Karte ist enorm umfangreich. Sogar Frühstück ist im Angebot. Alle Speisen und Getränke sind fair bereist. Da zum Zeitpunkt des Besuches gefastet wurde, konnte leider nichts probiert werden.

 

Als schwierig ist die Lage des Gastrobereiches einzuschätzen. Wer gedankenverloren aus Richtung Klangsauna das Handtuch nur leicht übergeworfen hat und den Weg zum WC, Kräuterbad oder Spektralbad nimmt, wird vom Personal barsch ermahnt, sich zu bedecken. Aus Sicht des Gastronomiebereiches vielleicht verständlich. Aber seit wann haben sich Saunagäste der Gastronomie unterzuordnen? Man befindet sich schließlich in einer Sauna mit Gastronomie als Beigabe. Wenn architektonisch fehlgeplant und umgesetzt wurde, muss der Betreiber für Abhilfe sorgen und nicht der Gast. Andere Anlagen tragen mit hüfthohen Paravents oder Grünwänden dem Sichtschutzbedürfnis Rechnung.

Im übrigen regen sich besonders immer die Gäste über während dem Speisen sichtbare Genitalien auf, die anderswo ihre Tupperdosen herausholen und es sie dort überhaupt nicht stört, von Genitalien umringt zu sein.

 

Abhilfe könnte auch ein Kundenstopper aus beiden Richtungen sein sich bitte zu bedecken. Schließlich sind die Übergänge hier fließend. In einer Sauna ist es üblich nackt oder leicht bedeckt zu laufen.

Die Außenanlage ist schön in Szene gesetzt worden. Die vielen Haselnussbüsche am Rand locken Eichhörnchen an, die überall zu sehen sind. 2 Pools und ein Whirlpool stehen zur Verfügung.

Toll I: Viele Sonnenschirme sind vorhanden.

Toll II: Das Raucherhaus ist so weit entfernt, dass niemand belästigt wird.

Unzureichend ist bei dieser großen Außenanlage das Fehlen eines WC’s.

In den WCs fehlt die Tafel, wer wann zuletzt geputzt hat.  

Merkwürdig: Will man die Anlage verlassen, muss man am Drehkreuz klingeln. Dann geht man hindurch ohne das Band in die Box zu werfen und geht ehrlich zum Schalter um dort zu bezahlen. Warum kassiert man nicht zumindest den Eintrittspreis beim Einchecken? Der Unehrlichkeit öffnet der Betreiber hier Tür und Tor. Auch ein EC-Automat vor dem Drehkreuz von innen würde Abhilfe schaffen.

Das Preis-Leistungsverhältnis ist enorm. Die unerzogenen älteren Stammgäste trüben jedoch das Saunaerlebnis. Der Hausherr hat es in der Hand Qualität zugunsten von 95% der Gäste durchzusetzen. Fehlt ihm hierzu der Mut, ziehen sich die Ruhesuchenden still und leise zurück und geben ihr Geld dem Wettbewerber.

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