07639 Bad Klosterlausnitz - Kristall Sauna-Wellnesspark mit Soletherme

Ausreichend kostenfreie Parkplätze. Die Parkplätze sind allerdings sehr klein und die Zufahrt zu den Parkplätzen ist sehr eng.

So, Mo, Mi, Do  9 - 22 Uhr Di, Fr, Sa  9 - 23 Uhr

Am 10.12.2019 betrug der Preis für die Tageskarte 27,50 €. Die Dame am Empfang war sehr freundlich. Das gereichte Schlüsselband heizt sich während des Saunaganges unangenehm auf.

Männer und Frauen kleiden sich gemeinsam an und aus. Die Umkleidekabinen sind recht klein gehalten, ebenso die Schränke. Den Badebereich erreicht man ohne das Durchschreiten eines Nassbereiches. Zum gesonderten Saunabereich hält man sich vor dem Becken stehend links. Rechts des Gastronomiebereiches befindet sich dann der Zugang zum Saunabereich.

Innen: Kaffee-Stübchen-Sauna 85 °C, Dr. Eisenbarth-Sauna 95 °C, Rosenquarz-Sauna 90 °C, Dampfsaunen (Salzdampfbad, Aromadampfbad, Rosendampfbad, Minzdampfbad, Zitronendampfbad)

Außen: Salz-Sauna 90 °C, Minze-Kräuter-Sauna 80 °C, Zitronen-Sauna 80 °C, Heu-Sauna 80 °C, Sanarium 65 °C, Finnische Sauna 100 °C, Edelstein-Sauna 70 °C

Die Dr. Eisenbarth-Sauna 95 °C kann auch von den Gästen besucht werden, die nicht den (überteuerten) Saunatarif gebucht haben, Teilnahme an den Aufgüssen dort eingeschlossen.

Wer bei Aufgüssen seine Ruhe und Entspannung sucht, ist in dieser Anlage fehl am Platz. Hier haben die Aufgüsse unterhaltenden und das soziale Miteinander pflegenden Charakter. Die Stimmung ist dabei immer angenehm. Leider ist den Gästen nicht bekannt, dass diese Unsitte längst überholt ist:

Die Aufgüsse in der Rosenquarz-Sauna sind schon sehr anspruchsvoll. Da sollte man sich gut überlegen, ob man auf einer der oberen Bänke Platz nimmt. In allen anderen Saunen erreichen die Aufgüsse niemals die Schmerzgrenze. Zu den Honig-Aufgüssen muss der Gast den Honig schon selbst mitbringen. Das ist angesichts des Eintrittspreises nicht nachvollziehbar. Beim Salzaufguss wird trockenes Salz gereicht. Allen Aufgüssen ist gemein, dass diese stark besucht werden und rechtzeitiges Erscheinen einen guten Sitzplatz sichert. Nach dem Aufguss wird sehr oft Tee gereicht.

Im Innenbereich kann der Gast auf zahlreiche Angebote zugreifen. Im Außenbereich befindet sich allerdings nur eine kalte Dusche. Das ist völlig unzureichend angesichts der Fülle der Saunen im Außenbereich.

Toll: Textilfreies Baden täglich ab 12 Uhr in der gesamten Thermen- und Saunalandschaft

Insgesamt hält die Anlage nur einen Ruheraum mit ca. 20 Liegeplätzen bereit. Dank der überfleißigen Fußbodenheizung ist der Raum viel zu warm. Ansprechend ist hingegen die Gestaltung des Raumes durch beeindruckende Bilder, die sicherlich seinesgleichen suchen. Wer in diesem Bereich keinen Platz gefunden hat, muss sich im zentralen Bereich vor den Innensaunen niederlassen. Von Ruhe kann dort natürlich keine Rede sein.

 

Wer mag, kann sein Glück im Umfeld des großen Schwimmbeckens suchen. Aber auch dort kann Ruhe nicht gewährleistet werden, zumal im Stundentakt künstliche Wellen erzeugt werden, die mit entsprechender Geräuschkulisse einhergehen. Bedenklich ist der Rand dieses Schwimmbeckens, der durch keinerlei Brüstung geschützt ist. Obacht muss daher unbedingt auf kleine Kinder gegeben werden, zumal das Schwimmbecken nicht stehtief ist. Gerade im Wellenbetrieb besteht durchaus Lebensgefahr. Nicht umsonst achtet der Bademeister darauf, dass ein Abstand von 3 m im Wasser zum Beckenrand eingehalten wird.

In der Hoffnung auf ein schönes Frühstück bestellten wir für 8,50 € je Person ein solches und wurden in mehrfacher Hinsicht enttäuscht. An der Kasse stehend und auf eine Bedienung wartend, setze die einzige Mitarbeiterin (klein und blond) zunächst ihre Inventur des Buffetbereiches fort, obwohl sie uns durchaus wahrgenommen hat. Von den übrigen Mitarbeitern, die uns an der Kasse stehend erblickten, fühlte sich keine angesprochen uns zu bedienen. Es dauerte dann von der Bestellung bis zum Eintreffen des Frühstücks 40 Minuten. Die selbige Mitarbeiterin daraufhin angesprochen erklärte diese, dass erst die Eier hätten gekocht werden müssen. Jedes Kind weiß, dass dieser Vorgang nicht mehr als 8 Minuten in Anspruch nehmen sollte. Unsere im Preis inbegriffenen Kaffeegetränke waren in den 40 Minuten schon längst kalt geworden. Die Dame auf diesen Umstand angesprochen erklärte diese, dass es auf Kosten des Hauses keinen weiteren Kaffee gäbe.

Sehr viel freundlicher wurden wir am Nachmittag von zwei weiteren Damen bedient, die uns einen hervorragenden Apfelstrudel mit Vanilleeis und Sahne sowie einen Eisbecher bereiteten.

Die Kaffeemaschine ist insgesamt nicht optimal eingestellt. Zum einen ist die Flüssigkeitsmenge viel zu gering. Ebenso ist der Kaffee für einen Cappuccino viel zu streng.

 

Bezahlt werden muss mit Bargeld. Ein Umstand, der nicht mehr zeitgerecht ist. Wer möchte schon in Badebekleidung mit Bargeld herumlaufen?

 

Positiv: Anders als im Westen von Deutschland ist man hier im Umgang mit der Nacktheit weniger prüde. So stört es auch niemanden, wenn nur 2 m vom Tisch nackte Menschen herumlaufen.

Der für die Anlage viel zu kleine Außenbereich bietet nur wenig Stellfläche für liegen im Sommer. Der kleine Wasserlauf und ein Erfrischungsbrunnen waren aufgrund der Witterung nicht mehr in Betrieb. Weitere Highlights hat der Außenbereich nicht zu bieten.

Das Angebot an Uhren könnte insgesamt etwas größer sein. Wer sich unter Rotlicht aufwärmen möchte, findet im Badebereich entsprechende Möglichkeiten. In die Dekoration der Anlage wurde zum Teil sehr viel Mühe und Geld investiert. Deutlich wird dies insbesondere in den Abendstunden, wenn die beleuchteten Wandelemente ihre volle Wirkung entfalten.

Insgesamt überzeugt das Preis-Leistungsverhältnis nicht. Der Preis für die Tageskarte ist viel zu teuer. Angesichts der doch zahlreichen Gäste unterhalb der Woche kann man sich einerseits die Frage stellen, ob es den Menschen in der Region tatsächlich wirtschaftlich so gut geht oder ob es sich um Kurgäste handelt, die möglicherweise über ihren Kuraufenthalt einen deutlich günstigeren Eintrittspreis zahlen. Diese Frage blieb am Ende des Tages offen. Auch die unangenehmen Erfahrungen im Gastronomiebereich führten am Ende zu einer (wie immer rein subjektiven) unterdurchschnittlichen Bewertung:

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