04329 Leipzig, Sachsentherme

Ausreichend kostenfreie Parkplätze

10-23 Uhr. Schon weit vor 10 Uhr bildete sich eine Schlange. Warum deshalb nicht am Wochenende schon eine Stunde früher geöffnet und am Sonntag eine Stunde eher geschlossen wird, bleibt das Geheimnis des Betreibers.

Tageskarte am 23.04.16 für die Sauna 23 € - ein stolzer Preis. Wir wurden gefragt, ob wir uns auskennen und anschließend freundlich eingewiesen.

Männer und Frauen können sich gemeinsam umkleiden, Kabinen sind nur in überschaubarer Menge – aber ausreichend – vorhanden.

Lob: Darin steht auch ein Abfalleimer.

Kritik: Die Schlüssel sind gefühlte 30 Jahre alt und nicht mehr Stand der Technik, weil klobig, klotzig und am Arm hinderlich.

Innen: Kaminsauna 100°, Finnische Sauna 90°, Eukalyptus 80°, Dampfsauna, Biosauna 60°

 

Außen: Kelosauna 100°, Erdsauna

2 Tafeln informieren über die Aufgüsse. Unschön: Die Düfte werden nur zum Teil angegeben.

 

Insgesamt waren die Aufgüsse leider nur ok, der Wow-Effekt bleibt aus. Jeder macht, was er für richtig hält; keine einheitliche (professionelle) Linie. Nur einer stellte sich vor (Christian). Der Gipfel der Unfähigkeit war der Klangschalenaufguss:

 

  • völlig falsche Sauna, mit 90° viel zu heiß
  • Ankündigung im Ton der Oberbefehlshaberin: “Ich mache jetzt den Klangschalenaufguss; wem es zu heiß ist, der kann rausgehen!“ – da kann die Entspannung ja losgehen
  • Die Klangschale wurde als Jingle eingesetzt; ansonsten Aufguss wie sonst.

 

Fazit: Die Frau war völlig unfähig. Sie hat keine Ahnung und wäre mit einem Kochtopf nicht minder musikalisch gewesen.

 

Dem Andrang der Gäste geschuldet, werden sogar zur halben Stunde Aufgüsse angeboten. Dennoch sitzen viele Gäste schon gut 15 Minuten vor dem Aufguss in der Sauna, um einen Platz zu erhalten.

 

Auch hier ist den Gästen gänzlich unbekannt, dass Klatschen nach dem Aufguss völlig out ist:

Innen und außen großzügig; an der Erdsauna etwas schwacher Druck. Super dagegen die Tellerbrausen außen, die allerdings zu weit weg von der Kelosauna sind. 2 große Außenpools kommen bei den Gästen sehr gut an. Eine Eismaschine ist vorhanden; ob sich auch die Gäste daran direkt bedienen können, war für uns nicht erkennbar.

Das eigentliche Pfund der Anlage: Innen ein Schlafraum mit Wasserbetten, ein abgedunkeltes Kaminzimmer zum Schlafen und ein großer Ruheraum. Außen ein Ruhehaus mit bequemen Auflagen auf den Liegen. Manko: Die Liegen sind mit Auflage bequem, aber nicht für jeden zum Lesen optimal. Eine Mischung aus Liegestühlen und Liegen würde dem Wunsch nach individueller Leseposition deutlich besser Rechnung tragen. In der hellen Jahreszeit klappt es mit dem Lesen gut; in der dunklen dürfte es schwierig werden, da die Beleuchtung nicht dafür ausgerichtet scheint.

 

Was der Betreiber der Anlage nahezu topp vorbereitet hat, konterkarieren zuweilen die Gäste: Da werden respektlos Tageszeitungen lautstark geblättert, Gespräche oder gar Telefonate geführt. Viele schicken böse Blicke, keiner weist jedoch die Störenfriede in die Schranken. Mangelnde Erziehung macht auch vor dieser Anlage nicht Halt: Manche Gäste legen kein Handtuch auf die Liegen; ungepflegteste Füße toben sich unmittelbar auf den Auflagen aus.

 

In den Ruheräumen fehlt es an einer Möglichkeit Handtücher aufzuhängen.

 

In den Wintergärten oder dem zentralen Aufenthaltsbereich ist keine Ruhe zu finden; hier herrscht das Gewühl der Massen mit all ihren Geräuschen, gepaart mit dem Sprudeln der 3 Whirlpools.

Die schmackhaften Speisen kamen in angemessener Zeit; die Salate schienen indes schon früher zubereitet – sie waren bis auf den Tellerboden kühlhaustemperiert. Preis und Leistung stimmen. Allein der Aufenthalt war wenig erholsam. Die Geräusche aus dem Spaßbad dringen nahezu ungefiltert an des Gastes Ohren; die warme muffige Luft ermüdet. Verweilen wollten wir hier nur zur Nahrungsaufnahme. Erholung ist etwas anderes.

Die gepflegte Anlage spricht an; auch in der kälteren Jahreszeit. Hier sind Profis am Werk. Nebenan ist ein Fußballplatz.

Auch dieser Anlage muss bescheinigt werden, dass gute materielle Voraussetzungen nicht ausreichen, um ein perfektes Bild nach außen zu tragen.
Die Mitarbeiter sollten partiell noch geschult und auf Linie gebracht werden; gute ausbaufähige Anlagen sind bei jedem vorhanden.  

 

Diese Kritik scheint die Masse der Gäste nicht zu berühren; das Haus war sehr gut besucht.

 

Wer es eine Nummer kleiner mag, sollte auf jeden Fall die sehr zu empfehlende Finnlandsauna am Bagger besuchen.

 

Die Website der Sachsen-Therme redet viel, sagt aber wenig.

 

In der Herrentoilette ist ein Seifenspender nur am rechten Waschbecken; aufgefüllt wird dieser wohl nur einmal am Tag. Schon um 17 Uhr war er leer.

 

Viele Gäste kommen mit viel zu kleinen Handtüchern und verzichten auf Badelatschen. Das Personal ficht das alles nicht an.

Der Massenbetrieb, die personelle Leistung und der hohe Preis kosten Punkte.

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Kommentare: 1
  • #1

    Nadin Schwesig (Montag, 10 Dezember 2018 10:03)

    Sauna

    Die Sachsen-Therme ist tatsächlich ziemlich laut. Das Spassbad ist direkt nebenan und vielen Besuchern, die beides nutzen, scheint nicht klar zu sein, dass man sich so verhalten sollte, dass eine Sauna ein Ruhe- und Entspannungsort bleibt.

    Hier prallt dann der Ballermann-Tourist auf den Reisenden...

    Die schleppen hemmungslos auch Kinder und sogar Kleinkinder an. Die einen können noch nicht anders und die anderen Kinder brüllen in jener Hemmungslosigkeit, wie sie sie von ihren Verursachern gewohnt sind.
    Die Kinder werden gerne im Whirlpool geparkt, anstatt zu kapieren, dass dies kein Kinderplantschbecken ist, nur weil es nicht so tief ist.
    Wenn die Kleinkinder dort dann pullern wird es als niedlich dargestellt: ach wie süß...

    Diese Sorte von Besuchern war es wohl auch, die kurz vor Aufguss Plätze in der Sauna mit Handtüchern besetzten.
    Seit dem müssen alle vor der Sauna Schlange stehen. Die bildet sich schon 10-15 Minuten vor Beginn. So startet der „Saunaspass“ mit langem Warten und Gedrängel.
    Fast wie zu Ost-Zeiten - denkt man - leider den Beutel vergessen...

    Für das aktuelle Drama kann aber die Sachsen-Therme nichts.
    Zunehmend besuchen die Sauna auch dunkel-äugige Bartträger, die immer in Gruppen auftreten und in diesen Runden lautstark in Sprachen orientalischer Herkunft tönen.
    Da sie niemand einzuschätzen weiß, werden sie auch vom Sauna-Personal sehr zurückhaltend über grundlegende Verhaltensregeln informiert.
    Gestern war es erforderlich, dass die Frau, die für den Aufguss zuständig war, den Aufguss vorzeitig unterbrechen musste, weil die Bartträger trotz mehrmaliger Aufforderung nicht zu mäßigen waren.

    Niemand will in solch einem intimen Bereich wie eine Sauna auf solche Typen stoßen. Die Massenvergewaltigungen zur Silvesternacht 2015 in Köln und alle weiteren Belästigungen durch Muslime machen deutlich, was hier zu erwarten ist. Und die Gruppen dieser Art der Besucher werden aktuell immer größer...