78464 Konstanz, Bodensee-Therme

Geparkt wird im Parkhaus. Das böse Erwachen kommt am Ende des Tages. Für 7 h und 30 Minuten wurden 6 € gefordert. Unerhört. Abzocke im Kontext zum ohnehin schon üppigen Eintrittspreis.

Sauna von 10 - 22 Uhr. Badegäste dürfen schon um 9 Uhr planschen. Warum Saunagäste solche 2. Kategorie sind, obwohl sie fürstliche Peise zahlen, bleibt das Geheimnis des Betreibers.

Tageskarte am 07.09.17 für die Sauna 26,50 € - ein überzogener Preis. Es wurde gefragt, ob die Anlage bekannt ist und Aufklärung geleistet.

Toll: Saunagäste haben ihren eigenen Umkleidebereich - kein Stress wie er sonst in anderen Anöagen üblich ist, wenn Kinder die Atmosphäre auflockern. Männer und Frauen können sich gemeinsam umkleiden. Die üblichen (aber gefühlt etwas größeren) Durchgangskabinen warten auf die Gäste. Leichtes Schlüsselband. Gleich hinter den Kabinen kommt man ohne Umwege zum Saunabereich - ein umständliches Anziehen von Bademänteln oder Hüfttuch aus Gründen der Pietät ist nicht notwendig - man bleibt ja unter sich.

Unten: Aufguss-Sauna 85°C, Dampfbad 45°C,

 

Oben: Sanarium 60°C, Panorama-Sauna 100°C

Alle Saunen sind in einem hervorragenden Zustand und bestechen durch ihre Einmaligkeit in Stil und Design.  Verpasst wurde die Chance eine Sauna mit bodentiefen Fenstern zum Bodensee zu installieren. Der dafür ideale Platz wurde einem Ruheraum zugeordnet. Die Panorama-Sauna wird ihrem Namen nur im Ansatz gerecht. Schießscharten sind nur die letzte Option für einen tollen Blick. Aufgüsse finden hier nicht statt; der Duft ist neutral.

Eine kreative Tafel an der Aufguss-Sauna 85°C informiert über die Aufgüsse. Ein Foto mit Vornamen vom Aufgießer ist gleich mit dabei – toll. Beides haben wir bisher noch nie gesehen.

 

Die Aufgüsse sind ok, mehr leider nicht. Bei einem Haus in der Hochpreisklasse darf der Gast mehr erwarten. Zu keinem Aufguss gab es eine nette Geste danach.

Auch hier ist den Gästen gänzlich unbekannt, dass Klatschen nach dem Aufguss völlig out ist:

Lobenswert: In allen Saunen und auf einer großen Tafel wird um Ruhe gebeten. Auch in den Aufgüssen gab es keinen Mucks.

Auf jeder Etage ausreichend und stilvoll. Die heute üblichen Schwallduschen waren nicht zu finden; die Eimerdusche war indes vorhanden, auch ein Eisspender. Der einen hohen Preis bezahlte Gast erwartet auch eine Bademöglichkeit außen. Diese gibt’s nur über den Umweg zum Badebereich (in Badebekleidung). Da tröstet es auch nicht, dass sogar im Bodensee gebadet werden kann. Der Weg dorthin ist gefühlt vielzu weit.

2 Ruheräume und eine Art Tepidarium (im Obergeschoss) warten auf Ruhe suchende Gäste. Gleichwohl auch hier um Ruhe gebeten wird, stören hier ebenso Zeitgenossen, die lautstark den Seitenwechsel bei Zeitschriften vornehmen, dass man buchstäblich aus dem Schlaf schreckt. Und das bei völlig unzureichenden Lichtverhältnissen. In der dunklen Jahreszeit und am Abend ruiniert man sich hier die Augen. Da geht es ohne Ebook-Reader nicht. Dieser aber bite hne Kamerafunktion - wie die Infotafel am Eingang ermahnt. Die allerorten wahrnehmbare Angst um Nackbilder im Netz aus der eigenen Anlage hat schon Züge einer Phobie. Wer rennt schon mit dem Tablet wir ein Tourist durch die Anlage um Fotos zu knipsen?

Das Speisenangebot ist erschreckend überschaubar, obwohl eine Etage tiefer das Restaurant Seelig ist und alles per Lift von dort kommt. Keine Lust auf Leistung? Die Preise sind am oberen Limit. Dreist ist bei dem Preisniveau der Hinweis, dass Selbstbedienung bestehe – Gäste holen das Bestellte und räumen auch wieder ab. Ein solches Schild ist einem solch hochpreisigen Haus unwürdig. Die Dame war aber so nett an den Tisch zu liefern und rettete so den Ruf des Hauses - das sind Traummitarbeiter! Geschmacklich topp.

Dieser beschränkt sich auf die Dachterrasse. Pflanzkübel sind hier nicht. Alles edel nüchtern. Siehe auch weiter dazu unter Sonstiges.

In den WC’s fehlen Tafeln, wann wer zuletzt geputzt hat.

 

Alles wirkt edel und hochwertig. Dennoch und vielleicht auch deswegen kommt kein Wohlfühlfeeling auf. Alles wirkt steril. Überall Schilder, dass Liegen nicht zu reservieren sind. Am Eingang eine große Tafel mit Benimmregeln, die alle richtig sind, aber dennoch ein Geschmäckle hinterlassen. Taschen dürfen nicht mit zur Liege genommen werden. Man lebt ständig in der Angst ermahnt zu werden – das widerspricht einem Wellnesstag zum Spitzenpreis.

 

Die Liegen innen und außen sind straff. Auflagen gibt es nicht, die man sich bei Bedarf holen kann, von Kuscheldecken ganz zu schweigen. Andere Anlagen im Hochpreissegment sind hier deutlich weiter.

 

Im gesamten Innenbereich ist es zu warm – man ermüdet.

Die Anlage hat sich sebst ein hohes Ziel gesetzt und wrd desem nur in Ansätze gerecht. Hoher Materialeinsatz in der Investitionsphase genügt nicht; da muss mehr kommen. Der unerhört hohe Gesamtpreis inkl. Parken von deutlich über 30 € lässt daher auch keine bessere Bewertung zu als diese:

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