74906 Bad Rappena, RappSoDie

Unmittelbar an der Therme sind nur Parkplätze für Behinderte. Die dichteste Möglichkeit ist der Parkplatz P2. Dort bezahlt man max. 5 € am Automaten und kann bis 19 Uhr kostenfrei parken. Den unteren Abschnitt mit zur Therme nehmen und an der Kasse vorlegen – der Preis wird voll erstattet bzw. vom Eintrittspreis abgezogen, wunderbar.

 

Vom Parkplatz aus bitte nicht die Waldstraße hochlaufen – das ist ein gewaltiger Umweg. Dem großen Parkplatz P2 liegt ein kleinerer gegenüber. Dort ist auch ein Hinweisschild „RappSoDie“, wo es lang geht. Nun sind es nur 2 Minuten bis zum Ziel.

Montag - Donnerstag: 09:00-23:00

 

Freitag, Samstag:      09:00-24:00

Sonntag, Feiertag:      09:00-20:00

Die Tageskarte kostete am 04.02.2019 24,50 €. Wenn man fragt, wird man auch eingewiesen, sonst nicht - schade. Das ist doch ein Kurort, wo 99% der Gäste neu sind.Ist es da nicht angezeigt den Gast von sich aus zu fragen wenn nicht der Behandlungsbeleg vorgezeigt wird? Service geht anders.

Die Treppe rechts runter geht’s zu den Umkleiden.

Am besten eine Umkleidekabine suchen, die nahe des Schrankes ist. Der empfangene Schlüssel ist gepaart mit einem Chip, auf den der Verzehr gebucht wird. Männer und Frauen gehen gemeinsame Wege.  

 

Auf derselben Etage geht nun durch das Drehkreuz zum Saunabereich. Zuvor frequentiert man noch den Gastrobereich. Die Treppe runter kommen dann die Saunen. Wer die Treppen hinabsteigt und einer der ersten morgens ist, darf nicht erwarten, dass Mitarbeiter an der Theke mit einem fröhlichen „Guten Morgen“ den Gast willkommen heißen. Das wäre zuviel an Freundlichkeit. Man ignoriert einfach die Gäste und vertieft sich lieber in wichtigere Betriebsgespräche.

Innen: Finnische Sauna mit 90°, 2 Dampfsaunen

 

Außen: Kamin-Sauna 90°, Kelo-Sauna 90°, Panorama-Sauna, Salz-Sauna mit 80°

Die Website gibt darüber keine Auskunft – eine Unding.

 

Die schönste Sauna ist die Kaminsauna mit schönem Ausblick und Liegestühlen wie man sie von Wanderwegen kennt und besonders ergonomisch sind. Auch die Kaminsauna verdient den Namen Panorama-Sauna. Die gleichnamige hätte besser den Titel See-Sauna verdient, da sie von einem schönen See umrahmt wird.

 

In den Dampfsaunen überraschen die Fliesenmosaike. Hier wurden rauhe Fliesen eingearbeitet; als gelte es Hornhaut am Gesäß passiv bearbeiten zu müssen.

Um es vorweg zu nehmen: die große Schwachstelle der Anlage

 

Los ging es mit einem Salzaufguss. Es geht also gleich „in die Vollen“. Abholen der Gäste oder sanftes Willkommenheißen? Hier nicht. Aber: Beim hiesigen – untypischen – Salzaufguss in der Savannensauna wird nur 2 x aufgegossen. Danach reiben sich die Gäste mit trockenem Salz ein und werden sich selbst überlassen. Weiter geht’s dazu unten.

 

Auch beim anschließenden Meditationsaufguss in der Kelosauna (90°) ergab sich kein Ahhh-Effekt. Die Sauna ist zum Meditieren viel zu heiß. Warum wird dazu nicht die 60°-Sauna im Innenbereich verwendet? Der Sinn der Klangschalen wurde nur bruchstückhaft erklärt und eher die entspannende als medizinische Bedetung erwähnt. Lesen bildet auch an dieser Stelle ... (das Personal).

 

Der Kaffee-Aufguss (Chemie, kein echter Kaffee) war ebenso ein Flopp. 2 x 0,5 Liter wurden in der sehr großen Kaminsauna aufgegossen. Schöner Duft, aber Luftfeuchtigkeit? Fehlanzeige. Eher stümperhaft kommt der Werbebanner am Ende. Ein Gutschein für 1 € soll den Gastromumsatz ankurbeln:

Hallo?! Plumper und ungeschickter geht es kaum.

 

Der beste Aufguss am Tag war der Eis-Aufguss in der Kelo-Sauna: 3 x aufgegossen, gute Luftfeuchtigkeit, Eis zum Einreiben wurde herumgereicht und für den Gaumen gab es am Ende ein einfaches Lutscheis – super. Warum ist das nur einmal am Tag so?

 

Beim Spezialaufguss um 16 Uhr war dann der neue Aufgießer am Start – kaum besser.

 

Insgesamt wird bei fast allen Aufgüssen zu wenig aufgegossen, so dass kaum ein Niederschlag auf der Haut entsteht. Vorschwitzen ist daher angezeigt.

 

Beiden Aufgießern scheint es unbekannt zu sein, dass man einen Gruß an die schon anwesenden Gäste richtet, wenn man den Raum betritt und das nicht erst, wenn der eigentliche Aufguss – Minuten später – beginnt. Schade, dass solche Höflichkeitsregeln unbekannt sind.

 

Auch hier ist den Gästen gänzlich unbekannt, dass Klatschen nach dem Aufguss völlig out ist:

Warum wird mal 2 x und mal 3 x in einer Sitzung aufgegossen?

 

Warum erklärt man den Gästen nicht den Sinn von Honig-, Salz- oder Meditationsaufguss?

Den Aufgießern bzw. den Inhabern ist anzuraten die Mitarbeiter schulen zu lassen. Von Standardaufgüssen, geschweige denn Erlebnisaufgüssen ist man hier Lichtjahre entfernt.

 

Geworben wird auch mit diesen Aktionen:

Wenn man vom Tageskartenpreis von 24,50 € ausgeht, bleiben für die Völlerei und Bespaßung 50 € - je Person. Wer gibt 50 € für Speis und Trank aus, um sich anschließend noch mit vollem Bauch in einen Sauna-Aufguss zu begeben? Abgesehen von der wirtschaftlichen Unvernunft wäre das auch gesundheitlich höchst bedenklich. Muss der Gast, der schon morgens eincheckt und eine Tageskarte kauft, um 19 Uhr den vollen Preis bezahlen? Mit Sicherheit.

Innen und außen ausreichend. Nahe der Savannensauna sind die Duschen eine unverfrorene Frechheit den Gästen gegenüber: Nach nur 5 Sekunden schalten die Duschen ab. Die Gäste werden weder informiert, dass man Salz und Honig am besten warm abduscht, noch ihnen eine zumutbare Möglichkeit aufgezeigt. Einen Duscheimer oder gar Schwallduschen sucht man vergebens. Die Duschen sind eher auf Sparen eingestellt.

Vorweg – die Stärke der Anlage. Im Haupthaus, über der Savannen-Sauna und rechts benen der Kamin-Sauna findet man ein ruhiges Plätzchen. Auch unterhabl des Gastrobereiches ist es angenehm still. Allen Plätzen gemein ist die unzureichende Beleuchtung. Es fehlen Leselampen, nicht jeder hat einen E-Book-Reader oder Tablet. Ansonsten topp!

Diesmal keine Kommentierung, da Fasten angesagt war.

Um auch die Gäste im Außenbereich gastronomisch abzuholen, befindet sich rechts der Kamin-Lounge eine nachmittäglich geöffnete Bar. Im Sommer kann man dort auch draußen sitzen.

Der Außenbereich ist schlicht, aber praktisch und dennoch ansprechend von einer Gartenbaufirma in Pflege erhalten. Der Naturbadesee ist gelungen. Die vorbeifahrende S-Bahn stört kaum. Für den Sommer scheinen es zu wenig Plätze für Liegen zu sein. Warum fehlt ein Hinweisschild, dass vor dem Abtauchen im Warmwasser-Außenpool bitte zu duschen ist? Für viele Gäste ist das leider nicht selbstverständlich.

Im Außenbereich erwartet und vorgefunden: WC's.

In den Toiletten fehlt die Übersicht, wer wann zuletzt geputzt hat (tue Gutes und sprech` darüber.) Unfassbare architektonische Fehlleistung: Das Waschbecken im Vorreinigungsraum der Herren ist durch eine Tür getrennt von Urinal und WC. Die Türgriffe dieser Tür sind ein Tummelplatz für Bakterien – igitt!

Die Website ist ein Opfer unfähiger Webprogrammierer, die der Meinung sind, man müsse den Besucher zunächst mit bildschirmfüllenden Headerbildern beglücken ehe man die gesuchten Informationen herausrausrückt.

Spinnweben haben sich hier verbreitet und sollten beseitigt werden:

In die Anlage wurde viel Geld investiert. Die unterentwickelten Mitarbeiter bremsen jedoch den Erfolg – eine Frage der Führung?

Kommentare: 0