93333 Bad Gögging, Limes-Therme

Vorweg:

Wir besuchten die Anlage am 17.09.16 – die sog. Umbauphase war noch im Gange. Was danach den Gästen angeboten wird, ist uns unbekannt. Dennoch haben wir auch für unseren Besuch Geld bezahlt und bewerten daher auch.

Ausreichend Parkplätze, allerdings kostenpflichtig mit ca. 3 € am Tag. Vom Parkplatz führten temporäre Schilder zum Eingang. Der Weg ist relativ weit. Rolltaschen sind auf jeden Fall zu empfehlen. Im Eingang angekommen, wandten wir uns zur rechten Seite, weil das am Naheliegendsten für uns war. Leider falsch. Dort ist die Kasse für das Erholungsbad. Zur Sauna ging es noch einmal ein ordentliches Stück weiter – links.

8-20 Uhr, Donnerstag bis 22 Uhr – die Orientierung scheint an den älteren Kurgästen zu erfolgen, die pünktlich zur Tagesschau „daheim“ sein wollen. Einheimische und andere Tagesgäste verdienen es wohl nicht, dass man sich an ihnen ausrichtet. Der Gast als Lästigkeit?

Tageskarte am 17.09.16 für die Sauna 18 € - ein völlig überzogener Preis – im Nachhinein betrachtet. Wir wurden gefragt, ob wir uns auskennen und anschließend freundlich eingewiesen. Das Schlüsselband ist top modern, lässt aber keine Bezahlung im Bistro zu – dazu später.

Männer und Frauen können sich gemeinsam umkleiden. Die Kabinen sind sehr klein. Auf dem Weg zum Sauna-Bereich läuft man direkt auf eine scheinbar einladende Glastür zu, an der allerdings der Griff fehlt. Der Gast soll diese Tür nur in umgekehrter Richtung passieren. Wer zur Sauna will, muss dies durch die Duschen realisieren. Nötigung. Andere Anlagen bevormunden ihre Gäste nicht. Diese Hürde genommen, führt der Weg vorbei an 2 großen Becken mit Textilschwimmern, obwohl man sich im Sauna-Bereich wähnt. An einer Theke, deren Umfeld unwirtliches Bahnhofsflair verströmt, geht es links zu den Saunen und rechts zu einem Aufenthaltsraum mit angenehmer Klimatisierung.

Innen: Bio-Sauna mit hoher Luftfeuchte und Farbspiel, 2 Infrarot-Kabinen, Sole-Nebelraum

 

Außen: Finnische Sauna

Alle Saunen wirken wie neu.

Die Aufgüsse finden zur halben Stunde statt. Eine Tafel über die Düfte sucht der Gast ergebnislos. Die Aufgüsse sind eine Katastrophe:

  • Keine Vorstellung mit Vornamen
  • Kaum eine gute Einweisung, oft nur Ansage des Duftes
  • Es werden bei 3 Durchgängen genau 6 Kellen aufgegossen – viel zu wenig
  • Keine Frage nach dem 2. Aufguss, ob es den Gästen gut geht
  • Keine Betreuung nach dem Aufguss; die Aufgießer ergreifen die Flucht und scheren sich nicht um das Wohl der Gäste

 

Der Herr um 11:30 trocknete sich gar den Schweiß mit dem Handtuch zum Wedeln ab und verließ grußlos die Sauna. Alle Aufgüsse waren von Langweiligkeit und Beliebigkeit geprägt. Wer sich mit dem Namen Limes-Therme schmückt, ist zu mehr verpflichtet.

Auch hier ist den Gästen gänzlich unbekannt, dass Klatschen nach dem Aufguss völlig out ist:

Der letzte Aufguss ist übrigens um 18:30 Uhr. Ab 19 Uhr sind im Umfeld der Therme auch alle Bürgersteige hochgeklappt. Gute Nacht!

Innen ausreichend. Die einzige Schwalldusche plätschert lustlos. Alle anderen Duschen sind auch zu sehr auf Sparen getrimmt. Sehr gut: Seifenspender an fast jeder Dusche. Außen nur eine Dusche – viel zu wenig. Ein Tauchbecken oder gar ein Außenpool fehlen.

Im eingangs erwähnten klimatisierten Raum ist es angenehm. Die mondänen Liegen scheiden die Geister. Während das Liegemodell toll ist, scheitert so mancher Gast an den Schaukelmodellen. Die richtige Einstellung ist schwer zu finden – für Massenbetrieb ist der Schaukelstuhl ungeeignet. Die Zielgruppe der Älteren in dieser Kuranlage hat überwiegend nicht die Fitness auf dem sich ewig in Bewegung befindlichen Schaukelstuhl Platz zu nehmen. Auch hier kommen Gäste mit ungepflegtesten Füßen, die respektlos das hochwertige Gestühl benutzen. Unterzulegende Handtücher kennen sie nicht. Lesen ist hier übrigens eine Zumutung, da die Beleuchtung eine Katastrophe ist.

 

Ein weiterer großer Raum mit weniger Ruhe liegt hinter einem unnützen Drehkreuz, das allein die Aufgabe hat Gäste zu ärgern.

An der erwähnten unwirtlichen Theke stehen Getränkeautomaten. Zu Essen gibt’s hier nichts. Zum Gastrobereich gelangt man nur durch ein weiteres Drehkreuz, das sich für uns aber nicht öffnete, da wir keinen Zuschlag von 3 € für das Baden zahlen wollten. Eine Mitarbeiterin darauf angesprochen, bestätigte sie den zu zahlenden Wegezoll von 3 € und sah sich - fröhlich lachend - nicht in der Lage uns zu helfen. Wie am Band rief sie ständig, dass der Gastrobereich nicht zur Therme gehöre. Entschuldigung, aber das interessiert den Gast überhaupt nicht! Der Gast ist hungrig, möchte Service bezahlen und erwartet kundenfreundlich bedient zu werden!

 

Erst die zufällig des Wegs kommende Aufgießerin des Tages übernahm die Verantwortung für ein unbezahltes Passieren des Badebereiches. Unfassbar! Allen Betroffenen kann  nur geraten werden, über das Kreuz zu steigen.

 

Auf die bestellten Standard-GEMÜSE-Salate warteten wir 18 Minuten; die Radler kamen indes zügig. Mit 7 € waren die kleinen Salate geringfügig überteuert; zumal sie mit Buchstabennudeln angereichert waren.  Hier muss bar bezahlt werden – schrecklich.

Nichts Besonderes erwartet den Gast im Umfeld der Finnischen Außensauna. Allein Raucher genießen den Luxus überdacht an frischer Luft zu verweilen.

Uhren sucht der Gast vergebens. Anstatt dem Gast noch 3 € für das Baden aus der Tasche zu ziehen, wäre es angebrachter, die Becken nahe der Umkleide für das Nacktbaden freizugeben.

Auch in einer Übergangsphase eines Umbaus dürfen Gäste preisgerechte Leistungen erwarten. Das ist in dieser Anlage nicht gegeben.  Gerade in dieser Phase gilt es Gäste zu pflegen und sie über diese Durststrecke hinweg zu begleiten. Der von uns erlebte Service schreckt ab und vermutet, dass der Betreiber mit der Umbauphase und - schlimmer noch - danach im Großbetrieb überfordert ist bzw. sein wird, weil er schon im Kleinen scheitert. Unser Uretil ist daher ernüchernd:

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Kommentare: 2
  • #1

    Bucher (Sonntag, 13 Mai 2018 14:49)

    Die Bewertung noch online zu lassen, ist nicht fair, weil die Umbauarbeiten längst abgeschlossen sind. Unser Besuch im Januar 2018 erbrachte einen völlig anderen Eindruck. Schöne Therme, ganz unterschiedliche Saunen. ganz speziell sind die Schaukästen mit Reproduktionen von Römerfunden aus der Gegend. Alles sauber, die Wegweisung könnte vielleicht besser sein, aber das mag auch an mir liegen, dass ich mal in die falsche Richtung ging. Die Aufgießer waren gut und bemüht, keiner hat mit dem Wedelhandtuch seinen Schweiß abgetrocknet. Dass man nach dem Aufguss nicht klatscht sondern auf das Handtuch klopft, halte ich für Blödsinn, habe ich in den vielen von mir besuchten Saunen in ganz Deutschland noch nie erlebt.

  • #2

    Ipfelkofer (Dienstag, 10 Juli 2018 10:17)

    Überwiegend unfreunliche Frauen an der Kasse. Da wird man nicht wie ein Kunde behandelt, da niemand etwas zu ihnen sagt dürfen sie Kunden von denen sie Leben anmaulen und beleidigen.( zb. Frau Greindl 10.07.18)
    Die Herren Therapeuten vom Rehasport gut. Die Frauen Therapeuten Beleidigend und Primitiv. Nicht zu Empfehlen.

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